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Werden Verbraucher zukünftig per Funk bezahlen können?

PIN-Eingabe oder Unterschrift sind nicht mehr nötig. Ob die Verbraucher bei der Funkzahlung mitmachen werden, weiß freilich noch keiner; erste Pilotprojekte der Geldinstitute laufen gerade erst an. Eine jetzt veröffentlichte Trendstudie des Marktforschungsinstituts HEUTE UND MORGEN aus Köln zeigt aber bereits, dass die Akzeptanz für das Bezahlen per Funk in der Bevölkerung zumindest in der Einführungsphase eher gering sein wird: Lediglich 15 Prozent der Kunden können sich vorstellen, kleinere Käufe wie im Supermarkt, an Tankstellen oder an Fahrkartenautomaten zukünftig per Funk zu bezahlen.

Jeder Zweite (52%) lehnt diese neue Bezahlmöglichkeit hingegen ausdrücklich ab. Ein Drittel (33%) der Verbraucher zeigt sich noch unentschlossen. Für die Studie „Potenzial und Akzeptanz der Funkzahlung in Deutschland“ wurden im Februar 2012 1.000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Die derzeit noch überwiegende Skepsis der Verbraucher gegenüber der Funkzahlung resultiert vor allem aus Sicherheitsbedenken, fehlender Transparenz oder aus einer als zu gering erlebten Attraktivität gegenüber anderen Bezahlarten.

Möglicherweise wird die weitere Vereinfachung und Beschleunigung des kontakt- und bargeldlosen Zahlungsverkehrs mittels Funkzahlung zukünftig aber auch mehr Anhänger finden. Denn die Studie zeigt auch durchaus positive Ausblicke für die Anbieter: In einzelnen Bevölkerungssegmenten wie unter Männern, Besserverdienern, Kunden von Direktbanken und vor allem auch unter Nutzern der bisherigen „Geldkarte“ sind die Akzeptanzwerte und die wahrgenommene Attraktivität der Funkzahlung überdurchschnittlich ausgeprägt.


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