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Der Weg vom Journalismus zur PR

Es gibt viele Gründe, warum man Journalist wird. Dazu zählen folgende: Weil es ein interessanter und abwechslungsreicher Job ist, weil man gerne schreibt und seine Fähigkeiten zum Beispiel im Printbereich ausleben kann oder weil man sehr viele unterschiedliche Menschen kennenlernt. Dennoch gibt es genügend Journalisten, die eine Kehrwende machen und sich für die andere Seite des Schreibtisches entscheiden – die PR. Sieben Gründe, warum viele den Job wechseln:

  1. Regelmäßigere Arbeitszeiten: Journalisten haben sehr unregelmäßige Arbeitszeiten. Wochenendarbeit oder abends zu Arbeiten stehen an der Tagesordnung. Oft kommen Termine herein, wenn man etwas geplant hat oder man muss für einen Kollegen einspringen. Spontanes Handeln ist gefragt. Der Vorteil bei der PR ist, dass man zumindest gewisse feste Arbeitszeiten hat. Natürlich gibt es gelegentlich eine PR-Aktion, bei der ein PR-ler noch spät in die Abendstunden Vorbereitungen treffen muss. Und natürlich: In einigen PR-Jobs – ob in Agenturen oder Unternehmen – kann man nicht pünktlich um 18 Uhr den Computer herunterfahren. Dennoch: Die Arbeitszeiten sind überschaubarer als wenn man eine Stelle in den Medien hat.
  2. Entspanntere Vorgesetzte: Viele Journalisten müssen die Erfahrung machen, dass einige Vorgesetzte im Medienbereich Stressmacher sind. Das hat natürlich auch etwas mit den Umständen zu tun, das heißt mit dem Zeit- und Kostendruck, denen eine Redaktion ausgesetzt ist. Dennoch: Der Druck, der in einigen Medienbereichen herrscht und der von den Chefs an die Redakteure und Freien Mitarbeiter weitergegeben wird, ist bei Zeitungen oder Fernsehsendern enorm. Natürlich sind PR-Vorgesetzte ebenfalls einem gewissen Druck ausgesetzt, denn sie müssen auch um ihre Kunden kämpfen, aber er ist oft anders als im Journalismus.
  3. Sensibilität und Gespür für Themen: Sollten Sie vom Journalismus in die PR wechseln, seien Sie sich gewiss, dass Sie ein Gespür für Themen entwickelt haben. Dies können Sie gut in der PR einsetzten, denn Sie wissen, wie Journalisten ticken. Sie können ihnen Themen anbieten, die für ihre Medien interessant sind. Sie wissen, wie Journalisten auf Pressemitteilungen mit Werbecharakter reagieren und können deswegen spannende und zielgruppenspezifische Pressemitteilungen entwerfen.
  4. Pressekontakte nutzen: Selbstverständlich werden Sie in der PR Medienverteiler erstellen, deren Ansprechpartner Sie nicht persönlich kennen. Dennoch werden Sie aus dem Journalismus Kontakte zu einigen Redakteuren mitbringen, die Sie später in Ihrer PR-Arbeit nutzen können.
  5. Oft unbefristete Arbeitsverträge: Viele Jobs, die im Journalismus angeboten werden, sind keine Festanstellungen, sondern für Freie Mitarbeiter vorgesehen. In der PR – egal im Unternehmen oder in Agenturen – sind viele Stellen Festanstellungen und mittlerweile oft auch wieder unbefristet.
  6. Bessere Bezahlung: Im Durchschnitt verdient ein PR-ler mehr als ein Lokaljournalist in freier Mitarbeiterschaft. Natürlich gibt es immer wieder Journalisten, die regelmäßig für Fachzeitschriften Artikel verfassen oder Fernsehredakteure, die relativ gut verdienen. Generell gilt aber: Mit PR lässt sich mehr Geld verdienen als im Journalismus.
  7. Eine andere Art von Stress: Im Journalismus gibt es knallharte Deadlines, wann Artikel oder Beiträge fertig gestellt werden müssen. Auch in der PR müssen gewisse Pressetexte, etc. zu bestimmten Zeiten versandt werden. Dennoch hat man hier meistens mehr Vorlaufzeit zum Verfassen und Verteilererstellung.

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