Unternehmensführung

Existenzgründungen in Deutschland nehmen ab

Dies sind die ersten zentralen Ergebnisse des diesjährigen KfW-Gründungsmonitors, der jährlichen, repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Gründergeschehen in Deutschland. „Die sehr gute Arbeitsmarktentwicklung und bessere Verdienstchancen für Arbeitnehmer haben den Anreiz für Gründungen im Nebenerwerb gedämpft“, sagt Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. „Erfreulich ist aber, dass sich die Zahl der Gründungen im Vollerwerb gegen diesen Trend auf stabilem Niveau bewegt.“

Zum zweiten Mal in Folge hohem Wirtschaftswachstum hatten viele Menschen mit guten Ideen nun genügend Vertrauen in eine solide Nachfragesituation, um ihren Start in die Selbständigkeit zu wagen. „Als Förderbank steht die KfW Gründungswilligen mit maßgeschneiderten Finanzierungs- und Beratungsangeboten zur Seite, damit aus attraktiven Geschäftsideen neue Unternehmen werden. Denn unsere Volkswirtschaft benötigt zu ihrer steten Erneuerung genau das: Mutige Menschen mit guten Ideen“, sagt Dr. Axel Nawrath.

Positiv auf die Gründungsaktivität im Vollerwerb dürften sich im Jahr 2011 außerdem die zu Beginn des Jahres angekündigten und am 28. Dezember 2011 in Kraft getretenen Änderungen des Gründungszuschusses der Bundesagentur für Arbeit ausgewirkt haben: Viele Gründungswillige zogen ihren Schritt in die Selbständigkeit vor und sicherten sich damit die Förderung zu den günstigeren alten Bedingungen. „Die hemmende Wirkung der guten Arbeitsmarktsituation auf die Nebenerwerbsgründungen ist damit zu erklären, dass die ansteigende durchschnittliche Arbeitszeit der abhängig Beschäftigten das verfügbare Zeitbudget reduzierte, das für eine nebenberufliche Selbständigkeit eingesetzt werden könnte“, sagt Dr. Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.


Auch auf Onpulson

Mehr zum Thema

,

0Kommentare

Es wurde bisher noch kein Kommentar verfasst. Starten Sie die Diskussion!