E-Business

Parallele Nutzung von TV und mobilen Endgeräten zunehmend im Kommen

Dies ergab eine Umfrage von Nielsen, dem weltweit führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Verbraucherverhalten, im vierten Quartal 2011. In den USA gaben 88 Prozent der Tablet-Besitzer und 86 Prozent der Smartphone-Besitzer an, ihr Gerät mindestens einmal innerhalb eines Monats beim Fernsehen zu verwenden. 45 Prozent der US-amerikanischen Tablet-Nutzer verwenden dieses einmal täglich während des Fernsehens, und 26 Prozent gaben an, Fernseher und Tablet-Computer sogar mehrmals täglich gleichzeitig zu nutzen. Ähnlich sieht es bei den Smartphone-Besitzern in den USA aus: 41 Prozent von ihnen gaben an, mindestens einmal pro Tag beide Geräte parallel zu nutzen.

Auch in Großbritannien zeigte sich eine gehäufte Nutzung von Tablets (80 Prozent) und Smartphones (78 Prozent) während des Fernsehens. Dabei verhalten sich die Briten ähnlich wie die US-Amerikaner: Beinahe ein Viertel der Befragten (24 Prozent) gab an, das jeweilige Gerät mehrmals täglich während des Fernsehens zu verwenden.

In Italien und Deutschland ist das „Dual Screening“, das heißt die parallele Nutzung von Fernsehen und mobilen Endgeräten, weniger weit verbreitet: In beiden Ländern gaben 29 Prozent der Befragten an, Tablet-Computer und Fernseher nie gleichzeitig zu verwenden. 34 Prozent der Italiener und 35 Prozent der Deutschen erklärten, dass sie ihr Smartphone nicht beim Fernsehen nutzen. Nichtsdestotrotz greift auch hierzulande ein gutes Viertel der Befragten (28 Prozent) ein oder gar mehrmals täglich vor dem laufenden Fernseher zu ihrem Tablet-Computer, immerhin ein Fünftel nutzt auch das Smartphone während des Fernsehens mindestens einmal pro Tag.

Was ist auf dem zweiten Bildschirm zu sehen?

In allen untersuchten Ländern wurden bei der gleichzeitigen Nutzung von Mobilgeräten und Fernseher E-Mails abgerufen — entweder in einer Werbepause oder während der Sendung. Doch die Nutzer scheinen sich auch mit Inhalten befasst zu haben, die mit dem Fernsehprogramm zusammenhängen, indem sie entweder Informationen zur Sendung abriefen oder nach Angeboten oder Informationen zu Produkten suchten, die im Fernsehen beworben wurden.

„Insbesondere interaktive Werbeformate auf den so genannten Connected Devices mit inhaltlichem Bezug zur parallel laufenden Fernsehsendung bringen großes Potenzial mit sich, denn 30 Prozent aller Nutzer in Deutschland erfreuen sich an Anzeigen mit interaktiven Zusatzfunktionen“, so René Bellack, Vice President Client Service Telecoms Practice Group bei Nielsen Deutschland. Sogar bis zu 34 Prozent der Befragten bestätigen, dass sie mit höherer Wahrscheinlichkeit auf Werbung reagieren, wenn diese mit multimedialen Inhalten (Sound, Video, etc) zur Interaktion animiert. Bellack weiter: „Eine hohe Herausforderung für das Timing der Werbeauslieferung auf mobilen Endgeräten, aber sofern dies auf die Fernsehinhalte abgestimmt ist, quasi ein Garant für hohe Klickraten.“


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