Wirtschaft & Politik

Viele Privatinsolvenzen in der Altersgruppe 18 bis 25 Jahre

Dies verzeichnet die Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Frauen zwischen 18 und 25 Jahren sind laut der aktuellen Auswertung etwas stärker von einer Privatinsolvenz betroffen als Männer. Der Anteil der Frauen in der betrachteten Altersgruppe beträgt 52,8 Prozent (1.572 Privatinsolvenzen). Der prozentuale Anstieg ist demgegenüber bei den Männern mit einem Plus von 42,8 Prozent deutlich stärker als bei den Frauen (plus 29,8 Prozent).

Im Vergleich der Bundesländer verzeichnet Thüringen mit einem Anstieg um 90,5 Prozent (1. Quartal 2011: 47; 1. Quartal 2012: 80) in der Altersgruppe bis 25 Jahre den stärksten Zuwachs. Es folgen Baden-Württemberg (plus 65,1 Prozent), Bayern (plus 51,5 Prozent), Hessen (plus 48,1 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus 44,1 Prozent). In zwei Bundesländern sinken die Privatinsolvenzzahlen in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen. Den stärksten Rückgang meldet das Saarland mit einem Minus von 22,4 Prozent. Zudem sind die Fallzahlen in Hamburg mit einem Minus von 12,5 Prozent rückläufig.

Die jungen Erwachsenen fallen vor allem durch eine unwirtschaftliche Haushaltsführung auf, gepaart mit wenig Erfahrung im Umgang mit Geld. Außerdem sind Einkommen und Konsumverhalten der Betroffenen häufig nicht vereinbar. Oft investiert die Gruppe hohe Summen in mobile Endgeräte, Elektroartikel, Automobile sowie in den Raten- und Kreditkartenkauf. Zudem verfügt die junge Altersgruppe über keine oder zu wenige Rücklagen im Krisenfall.


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