PersonalAuswandern nach China – was Sie beachten müssen

Der einfachste Weg, um im Land der Mitte beruflich Fuß zu fassen, ist als Expatriate. Diese werden von großen Firmen wie zum Beispiel Siemens nach China in Zweigniederlassungen geschickt. Hierbei übernimmt die Firma oft die Wohnungssuche und es ist relativ leicht, ein Visum zu bekommen. Auch die Bezahlung ist meist höher, weil westliche Gehälter mit Auslandsaufschlag gezahlt werden. Aufwendiger ist es für Personen, die nach China auswandern und sich dort selbständig einen Job suchen. Über Online- Stellenbörsen wie beispielsweise die der Deutschen Außenhandelskammer, gibt es internationale Jobangebote. Anschreiben und Lebenslauf sollten auf englisch oder – wenn möglich – auf chinesisch sein. Sie sind ähnlich wie im Deutschen zu verfassen. Wichtig auch hierbei ist, sehr respektvoll formulieren und gerne Empfehlungsschreiben von Ex-Arbeitgebern beilegen. Kommt es schließlich zu einem Vorstellungsgespräch vor Ort oder einem Telefoninterview, sollte man sich vorher mit den interkulturellen Begebenheiten des Landes auseinandersetzen, damit man nicht in Fettnäpfchen tritt.

Visum beantragen

Visa beantragt man beim chinesischen Konsulat. Wenn Sie nach China auswandern und um dort arbeiten zu können, müssen Sie ein Z-Visum beantragen. Dies ist ein Jahr gültig. Bei einer Beschäftigung von bis zu sechs Monaten sollten Sie ein F-Visum anfordern. Zusätzlich muss ein gültiger Reisepass, ein Gesundheitszeugnis mit AIDS-Test und ein Passfoto eingereicht werden. Notwendig ist auch eine Arbeitsgenehmigung. Diese muss der Arbeitgeber beim Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit in China beantragen. Auch eine Einladung des chinesischen Chefs ist verpflichtend vorzulegen. Zu einer Auslandskrankenversicherung wird immer wieder geraten, wenn Sie über Monate hinweg in China leben und arbeiten.

China – Wirtschaftsboom mit Nebenwirkungen

Wenn man sich in China beruflich etablieren will, gilt es nicht nur, die kulturellen Eigenheiten zu lernen und anzunehmen – zu denen beispielsweise die guanxi – die guten, geschäftlichen Verbindungen auf Freundschafts- und Vertrauensbasis zählen. Sondern man muss sich auch mit den unterschiedlichen Umwelteinflüssen auseinandersetzen. So ist die Luft- und generell die Umweltverschmutzung in China weitaus ausgeprägter als in Europa. Mit dem wirtschaftlichen Wachstum einher geht eine Verknappung der Rohstoffe und der Energievorhaben – diese Herausforderungen müssen Wirtschaft und Regierung in den nächsten Jahren bewerkstelligen und als „China-Einwanderer“ sollte man sich dessen bewusst sein.


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