Personal

Drei von vier Mitarbeitern fühlen sich durch das Topmanagement ausgebremst

Das ist das Ergebnis der Studie „Leadership im Topmanagement deutscher Unternehmen“, für die Rochus Mummert Mitarbeiter und Führungskräfte großer und mittelständischer Firmen befragt hat.

„Wenig Unternehmergeist, geringe Risikobereitschaft und kaum Vertrauen in die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter – Deutschlands Topmanager hat offenbar der Mut verlassen“, sagt Dr. Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. „Kein Vorstand oder Geschäftsführer wird langfristig ohne den Rückhalt seiner Mitarbeiter erfolgreich sein. Hier hat das Topmanagement der meisten Unternehmen dringenden Handlungsbedarf“, ergänzt Studienleiter Dr. Peter Euringer.

Die Selbst- und die Fremdwahrnehmung der Topentscheider klaffen weit auseinander. 63 Prozent der Topmanager geben an, dass ihr Unternehmen auf den Gestaltungswillen des Einzelnen und dessen Freude am Erfolg setzt. Dieselbe Aussage bejahen nur 42 Prozent der leitenden Angestellten und 27 Prozent der Fachkräfte. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Übertragung von Verantwortung. Drei von vier Topmanagern sagen, dass sie Handlungs- und Entscheidungskompetenzen entschlossen übergeben. Nur einer von vier Mitarbeitern stimmt dieser Aussage zu. Am deutlichsten ist das Missverhältnis bei der Fehlertoleranz. Lediglich 11 Prozent der Mitarbeiter erklären, in ihrer Firma sei Ausprobieren gewollt und erlaubt. Bei den Topmanagern sind es 38 Prozent.

Wie die Umfrage von Rochus Mummert weiter zeigt, lohnt es sich für Unternehmen, Verantwortung an Mitarbeiter aller Hierarchiestufen zu übergeben. In erfolgreichen Firmen bestätigen knapp zwei Drittel der Befragten, dass das Topmanagement Handlungs- und Entscheidungskompetenzen an alle Mitarbeiter überträgt. Im Durchschnitt aller Unternehmen stimmen der Aussage nur rund ein Drittel der Befragten zu. Vergleichbare Ergebnisse liefert die Studie auch für Firmen mit sehr guten Karriereperspektiven. Auch diese setzen mehrheitlich auf den Gestaltungswillen des Einzelnen und übertragen überdurchschnittlich oft Verantwortung an ihre Mitarbeiter.


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