Soft SkillsBei Berufswünschen – positiv denken oder Schicksal walten lassen?

Die Bewerbung ist losgeschickt und man sieht sich bereits in dem Job. In bunten Bildern malt man sich aus, wie man in dem Büroraum sitzt, mit den Kollegen und dem Chef verhandelt und zum Mittagessen in die Kantine geht. Das alles passiert am besten, wenn man noch nicht einmal ein Vorstellungsgespräch hatte. Dann flattert einige Tage später die Absage herein und Sie sind bitter enttäuscht. Was ist falsch gelaufen?

Fünf Aspekte, wie Sie das nächste Mal mit so einer Situation umgehen.

  1. Hüten Sie sich vor Mantren
    In vielen Zeitschriften raten Experten, dass man, wenn man einen Wunsch hat, diesen mantrenähnlich oder besser gebetsmühlenartig im Geiste wiederholen soll. Haben Sie das mal ausprobiert und die Wirkung nachempfunden? Durch das ständige Wiederholen des Leitsatzes – beispielsweise „Ich bin Geschäftsführer bei der Firma XY“ – werden Sie nach einiger Zeit ganz konfus. Innerlich möchten Sie den Satz immer wiederholen, weil Sie zu Ihrem Ziel gelangen wollen, aber die Wirkung ist fatal: Sie steigern sich so in den Satz hinein, so dass dieser Sie völlig beherrscht und Sie gar keinen anderen klaren Gedanken fassen können. Folglich: Mantrasätze weglassen – sie verwirren nur den Geist.
  2. Stellen Sie sich Ihre Berufswünsche qualitativ vor
    Stellen Sie sich nicht eine konkrete berufliche Position vor, sondern eine Situation, in der Sie Ihrem Beruf nachgehen. Hierbei ist es wichtig, in Bildern zu denken, bei dem Sie beispielsweise in einem Büroraum an einem Laptop sitzen und Ihrer Arbeit nachgehen. Hierbei sind abstrakter Bilder sehr geeignet, keine konkreten.
  3. Sprechen Sie nicht mit jedem über Ihre Wünsche
    Natürlich kann man mit besten Freunden über seine Berufswünsche sprechen. Das ist auch sehr positiv, denn oft kommen von guten Freunden auch gute Tipps, die in eigener Sache weiterhelfen können. Dennoch ist es wichtig, dass Sie Ihre beruflichen Vorstellungen nicht zerreden. Nicht jeder Nachbar oder flüchtiger Bekannter sollte in Ihre Wünsche eingeweiht sein. Oft ist es auch nur Neugierde, die in Schadenfreude umschwenkt, wenn die Wünsche nicht wahr werden.
  4. Lernen Sie, „Leerlauf-Zeiten“ sinnvoll zu nutzen
    Es gibt Situationen, in denen der ersehnte Traumjob noch auf sich warten lässt. Nutzen Sie diese Zeit sinnvoll, in dem Sie sich sozial engagieren oder sich weiter fortbilden – beispielsweise eine Sprache erlernen oder weiter vertiefen oder Ihre Computerkenntnisse erweitern. Möglichkeiten gibt es viele.
  5. Vertrauen Sie Ihrem Schicksal
    Sie wünschen sich sehnlichst, Geschäftsführer bei einer großen Firma zu werden, doch leider haben Sie eine Absage einkassiert. Vielleicht ist es aber auch gut so. Vielleicht wäre der Job sowieso zu stressig geworden und Sie wären mit Depressionen im Krankenhaus gelandet. Gehen Sie davon aus, dass Ihr Schicksal es gut mit Ihnen meint, sprich, vertrauen Sie den Gegebenheiten der Dinge. Und jede neue Herausforderung ist ein Stück eigene „Lebensgeschichte“.

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