Personal65 Prozent der Arbeitnehmer können keine flexiblen Arbeitszeitmodelle in Anspruch nehmen

Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie „Jobzufriedenheit 2013“ der ManpowerGroup. Flexible Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder Gleitzeit werden laut der ManpowerGorup-Studie nur von 35 Prozent der Firmen angeboten. Die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, haben sogar nur 17 Prozent aller Befragten. Lange galt die IT-Branche als Vorreiter in Sachen flexible Arbeit. Unternehmen anderer Branchen folgten ihrem Beispiel. Doch seit Yahoo-Chefin Marissa Meyer im Februar ein Homeoffice-Verbot ausrief, scheint die Präsenzpflicht wieder salonfähig zu sein.

„Niemand sollte vor der Wahl stehen müssen: Job oder Kind“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. „Doch viele deutsche Arbeitgeber machen es Müttern und Vätern immer noch sehr schwer. Sie riskieren dadurch, dass gute Fachkräfte nur deswegen abwandern, weil sie eine Familie gründen möchten beziehungsweise feststellen, dass sie zu wenig Zeit für ihren Nachwuchs haben.“

Mitarbeiter machen kaum Werbung für ihr Unternehmen

Die mangelnde Familienfreundlichkeit ist auch ein Grund dafür, dass die Arbeitnehmer sehr zurückhaltend für ihre Firma werben: Nur 30 Prozent der Beschäftigten würden ihr Unternehmen als Arbeitgeber einem Freund weiterempfehlen, so ein weiteres Ergebnis der ManpowerGroup-Studie. Weitere Gründe sind zu viele Überstunden (59 Prozent) und nicht leistungsgerechte Bezahlung (58 Prozent). „Die Arbeitgeber haben es selbst in der Hand, ihr Image unter den Mitarbeitern zu verbessern“, sagt Herwarth Brune. „Ein wichtiger Ansatz ist, Müttern und Vätern bei der Gestaltung der Arbeitszeit oder bei der Wahl des Arbeitsortes entgegen zu kommen. Wer hier Flexibilität zeigt, investiert in die unternehmerische Zukunft.“


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