ArbeitgebermarkeNur gut jeder dritte Beschäftigte empfiehlt den eigenen Arbeitgeber weiter

Ein wichtiger Grund: Arbeitszufriedenheit wird von vielen Firmen immer noch nicht als zentrales Employer-Branding-Instrument gesehen. Das sind Ergebnisse der Studie „Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg“ der Personalberatung Rochus Mummert. Dazu wurden HR-Führungskräfte sowie 1.000 Arbeitnehmer befragt.

Zufriedenheit der Belegschaft ist die Basis einen positiven Arbeitgebermarke

„Die aktuellen Mitarbeiter eines Unternehmens tragen die Arbeitgebermarke durch eine Empfehlung sehr authentisch nach außen“, sagt Dr. Hans Schlipat, Studienleiter und Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. „Im digitalen Zeitalter verbreiten sich solche Botschaften sehr schnell und zeigen große Wirkung. Auf diese Weise können Unternehmen heute sehr gut auf sich aufmerksam machen. Zuvor müssen sie aber ihre internen Hausaufgaben machen und für die Zufriedenheit der Belegschaft sorgen, da diese sich, wie unsere Studie zeigt, sehr stark auf die Empfehlungsquote auswirkt.“

Aus Mitarbeitersicht ist ein gutes Arbeitsklima dabei der wichtigste Motivator, um für das eigene Haus zu werben, gefolgt von der leistungsgerechten Bezahlung. Jeweils mehr als 80 Prozent der Arbeitnehmer betrachten diese Elemente als wichtige Voraussetzung für eine Weiterempfehlung. Stimmt die Atmosphäre, so schlägt sich das zusätzlich positiv nieder. Die von Rochus Mummert befragten Personalchefs sind sich dieser Wirkung voll und ganz bewusst: Zufriedene Mitarbeiter haben nach ihrer Einschätzung einen starken Einfluss auf die Arbeitsleistung und den dauerhaften Unternehmenserfolg. Dabei spielen nach Meinung der HR-Verantwortlichen insbesondere die Anerkennung von Leistung, empfundene Gerechtigkeit und Wertschätzung eine wichtige Rolle.

Unternehmen müssen die richtigen Anreize setzen

Trotz der hohen Bedeutung der Arbeitszufriedenheit und des Employer Brandings durch die eigenen Mitarbeiter wird dieses Instrument im Alltag bislang allerdings noch wenig genutzt: Nur jedes fünfte Unternehmen in Deutschland fordert beispielsweise seine Angestellten derzeit aktiv zur Weiterempfehlung auf.

„Geschäftsleitung und HR-Abteilungen sind aufgerufen, die richtigen Anreize zu setzen“, sagt Rochus-Mummert-Partner Schlipat. „Dabei gilt stets zu bedenken, dass es immer um mehr als soziale Wohltaten und Wohlfühl-Aktionen gehen muss. Stattdessen sollten Führungskräfte anfangen, Menschen als Menschen zu behandeln. Materielle ‚Feigenblatt-Sozialinvestitionen‘ erzeugen hingegen eher negative Rückeffekte, wenn sie durch die gelebte Führung konterkariert werden.“


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