PersonalZahlungsverzug verursacht Rekordarbeitslosigkeit in Europa

Konsequenz der verspäteten Zahlungen sei die Rekordarbeitslosigkeit in Europa. Dies sind Ergebnisse der Studie „European Payment Index 2014“ (EPI) von Europas führendem Anbieter von Kredit-Management-Services Intrum Justitia. Mehr als 10.000 Unternehmen aus über 30 Ländern haben an der Befragung teilgenommen.

In Deutschland sieht die Beschäftigungssituation vergleichsweise gut aus. Dennoch nehmen laut EPI 51 Prozent der Unternehmen aufgrund verspätetet gezahlter Rechnungen keine Neueinstellungen vor, 35 Prozent entlassen Mitarbeiter und 30 Prozent der deutschen Unternehmen halten Investitionen zurück. Obwohl sich das Zahlungsverhalten der Verbraucher und des öffentlichen Sektors im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert hat, reduziert der Zahlungsverzug die Liquidität, erhöht die Forderungsausfallquote und behindert Expansionspläne. „Am härtesten sind kleine und mittelständische Unternehmen betroffen, also die Firmen, die am meisten zum Wachstum beitragen“, sagt Lars Wollung, Präsident und CEO von Intrum Justitia. Zahlungsverzug beschleunige eine negative wirtschaftliche Kettenreaktion, bei der Liquiditätsengpässe in kaum erkanntem Maße eine Abwärtsspirale in Gang setzten. Auch in Deutschland leiden Unternehmen ihren Angaben zufolge mittlerweile stark unter Liquiditätsengpässen.

Keine Besserung in Sicht

Der Gesamtbetrag der Forderungsausfälle europaweit leicht auf 360 Mrd. Euro (Deutschland 52 Mrd.) gestiegen. „Wenn statt dessen in die Betriebe investiert werden könnte, dann gebe es zusätzliche Arbeitsplätze und viele Jobs könnten gerettet werden. Darum ist das Kreditmanagement von Unternehmen ein Schlüssel zu einer gesunden Wirtschaft. Uns allen ginge es besser, wenn Rechnungen pünktlich bezahlt würden“, erläutert Jürgen Sonder, Geschäftsführer von Intrum Justitia in Deutschland.


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