PersonalUnternehmenswerte werden in sechs von zehn Firmen nicht gelebt

Das interne Miteinander beschreiben die meisten Arbeitnehmer aber positiv. Dies sind Ergebnisse der Studie „Unternehmenskultur und Unternehmenswerte“, für die im Frühjahr 2014 insgesamt 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden.

Anwendungsbereiche, für die ein Unternehmen bestimmte Werte formuliert, gibt es viele: Am häufigsten geht es der InterSearch-Studie zufolge um Vorgaben für das interne Miteinander (52%). Dahinter folgen der Umgang mit Kunden und Dienstleistern (49%), allgemeine gesellschaftliche Werte (46%), gewünschte Verhaltensweisen der Mitarbeiter (44%) und die Qualität von Produkten und Dienstleistungen (42%). „Ein Unternehmensleitbild gibt den Menschen einen übergreifenden Werte- und Handlungsrahmen, den jeder kennen und in seinem individuellen Wirkungskreis berücksichtigen sollte“, erklärt Karl-Josef Mondorf, geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung InterSearch Executive Consultants. „Das gibt Orientierung und stärkt die Identifikation mit dem Unternehmen – alle ziehen quasi an einem Strang, unabhängig von Hierarchien.“

Doch wie die Studie zeigt, finden die formulierten Leitbilder in sechs von zehn Unternehmen keine Beachtung durch die Mitarbeiter. Genauso häufig sind sie nicht in der gesamten Belegschaft bekannt. Zwölf Prozent der befragten Angestellten sprechen von einer großen Diskrepanz zwischen den Leitlinien und der gelebten Unternehmenskultur. Weitere sechs Prozent finden sie zu abstrakt beziehungsweise unverständlich. „Es ist Aufgabe des Managements, dafür zu sorgen, dass das Unternehmen sukzessiv in die gewünschte Richtung entwickelt wird“, so Karl-Josef Mondorf. „Die Führungskräfte müssen die Leitlinien dazu zunächst selbst verinnerlichen, sich im Berufsalltag an ihnen orientieren und ihren Mitarbeitern das auch deutlich machen. Sie müssen Vorbild sein – und das setzt voraus, dass sie selbst von ihrer Persönlichkeit zum Unternehmen und seiner Vision passen.“


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