E-Business

Die wichtigsten Monetarisierungsoptionen: Geld verdienen mit Internetportalen

Online-Werbebanner

Die Vielfalt der Werbeformen im Internet ist groß. Nummer 1 unter den Online-Werbeformen ist der Online-Banner. Der Online-Banner ist in Werbefachkreisen nicht unumstritten, denn er benötigt die gezielte Aufmerksamkeit des Betrachters. Anders als bei Offline-Medien hat der Betrachter die Wahl, den Banner zu beachten oder nicht. Deshalb arbeiten die Werbebranche und die Technologiebranche an neuen Alternativen beziehungsweise Weiterentwicklungen des Online-Banners.

Je genauer man die Interessengebiete der Zielgruppe bzw. der Mitglieder erfasst, desto genauer kann man einem Werbekunden ein spezifiziertes und inhaltlich zu seinen eigenen Werbezielen passendes Angebot machen. Damit erzielt man nicht nur Erfolg, indem man Werbekunden schneller gewinnt, sondern man kann auch höhere Preise für die Vermietung der Werbeflächen verlangen, denn die Streuverluste für den Werbekunden sind deutlich geringer als bei einer weniger genauen Spezifikation.

Die Zahl der Werbeträger steigt, die Werbepreise sinken bzw scheinen zu auf niedrigem Niveau zu stagnieren. Hierbei ist das Preisniveau für Werbeflächen mit breiter Zielgruppenstreuung am niedrigsten und das Preisniveau bei sehr stark selektierbaren Zielgruppen, wie z. B. bei einer themenspezifischen Community-Zielgruppe, am höchsten. Tendenziell werden die Preise jedoch sinken.

Permission Marketing

Die negativen Reaktionen auf unaufgeforderte kommerzielle E-Mails und die abnehmenden Response-Raten von Online-Banner-Werbung haben Werbespezialisten veranlasst, eine neue Strategie zu suchen.

Auf Genehmigung des Adressaten basierende E-Mail-Marketing-Programme, genannt Permission-Marketing-Programme, sind als Alternative entstanden, um Geld im Internet über ein Portal zu generieren. Permission-based E-Mail-Marketing setzt voraus, dass Unternehmen oder Einzelpersonen ihre Einwilligung zum Empfang von Werbung und anderen Mitteilungen via E-Mail gegeben haben. Permission Marketing wird nun eingesetzt, um qualifizierte Adressen zu generieren, Umsätze zu erhöhen, Cross- und Up-Selling-Aktivitäten zu starten und Site Traffic zu generieren. Bekannt geworden ist Permission Marketing durch Seth Godin, Vice President Direktmarketing bei Yahoo!. Permission Marketing beruht auf dem Gedanken, dass die Gesetze der Werbung sich durch die heutige Medienvielfalt und den daraus resultierenden Werbe-Overkill verändert haben.

Web-Sponsoring

Der Begriff des Web-Sponsoring ist nicht klar definiert. Der Deutsche Multimediaverband veröffentlichte deshalb eine allgemeine Begriffsdefinition dafür. Demnach zeichnet sich Online-Sponsoring im Gegensatz zu herkömmlichen Online-Werbeformen durch eine längerfristige Partnerschaft und durch eine Integration des Geldgebers (Sponsors) in die Site des Werbeträgers aus. Ziele des Websponsorings sind:

  • Erzielung von Reichweite
  • Erzielung von Aufmerksamkeit
  • Imagetransfer von der Trägersite (Website-Betreiber) auf die Sponsor-Marke (Auch der Werbeträger, also die Betreibersite, erzielt einen positiven Imagetransfer durch das Sponsoring. Das ist ein angenehmer Nebeneffekt.)
  • Erzielung von Kundenbindung durch Dialog (Während der Banner-Kunde von Site zu Site springt, tritt das Unternehmen beim Sponsoring in den Dialog).

Sponsoring ist kein schnelles Medium, es muss gründlich und gemeinsam mit dem Sponsoringpartner vorbereitet werden. Von der Idee bis zur Realisierung eines Sponsoringkonzepts können einige Wochen vergehen. Sponsoring ist immer ein Bündel von Maßnahmen und jedes Mal eine individuelle Maßnahme. Weil aber der Aufwand für die Kooperation höher ist, bleiben sich die Partner meist länger treu. Das Bündel der Maßnahmen reicht beispielsweise von Co-Branding im Seitenkopf über eine Drittel-Seite-Anzeigen-Fläche in der Rubrik bis hin zu Werbung in Newslettern oder redaktionellen Hinweisen. Die Sponsoringkonzepte werden in Zusammenarbeit mit spezialisierten Werbeagenturen oder Online-Vermarktern erstellt.

Benutzergebühren

Zunehmend setzen viel Anbieter vermehrt auf Teilnahmegebühren als Erlösquelle im Internet. In den USA zum Beispiel gibt es bereits viele mitgliederfinanzierte Online-Communitys. Vorreiter für dieses Business-Modell sind Datingpages, also Websites, die private Kontakte vermitteln wie beispielsweise www.neu.de.

Affiliate-Partner-Programme/ Affiliating

1996 launchte Amazon das erste Affiliate-Programm im Internet. Seit damals hat sich die neue Idee des Affiliate-Marketing als sehr ökonomische und effektive Art etabliert, Kunden im Web zu erreichen und dies als Einnahmequelle für eine Internetseite zu nutzen.

Was ist ein Affiliate-Programm? Jeder hat schon von den wunderbaren Affiliate-Programmen gehört, die heute von unschätzbarem Wert für E-Commerce sind. Aber wie sind diese definiert? Grundsätzlichfunktioniert ein Affiliate-Programm wie folgt: Ein Händler bezahlt eine Provision an einen Website-Betreiber für das Generierenvon Verkäufen über ein Banner oder einen Link, der beim Anklicken von der Website des Betreibers auf die Website des Händlers springt.

Die Provisionen werden in Form einer Vermittlungspauschale oder in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der jeweilig zustande gekommenen Transaktion bezahlt. Sites, die physische Produkte verkaufen (Bücher, Spielwaren etc.), haben in der Regel Affiliate-Programme, die Provisionen ausschütten, wenn ihre Waren verkauft werden. Sites mit Abonnement-Modellen (Provider, Datenbanken etc.) haben meist so genannte Bounty-Programme, bezahlt wird mit einer kleinen Vermittlungsprovision, wenn jemand sich als Abonnent in den angebotenen Service einloggt.

Die Herausforderung für einen Seitenbetreiber besteht darin, die passenden Affiliate-Programm-Anbieter herauszufiltern. Dazu sollte der Seitenbetreiber genaue Kenntnisse über die Kaufwünsche und Vorlieben seiner Mitglieder haben. Analog zu diesen Anforderungen sollten Affiliate-Partnerschaften mit den geeigneten Retailern eingegangen werden. Wichtig ist hierbei, die Kundenwünsche mit dem Angebot möglichst genau zu treffen.

Verkauf von technischem Service

Professionelle Websitebetreiber verfügen über einen technisch auf höchstem Standard befindlichen IT-Bereich. Diese Tatsache nutzen inzwischen immer mehr Websitebetreiber als zusätzliche ROI Maßnahme. Sie bieten ihren Mitgliedern oder auch anderen Unternehmen technische Serviceleistungen, die sie sich bezahlen lassen. Das Leistungsspektrum reicht beispielsweise von der Lizenzierung der Community-Software an andere Community-Betreiber bis hin zur Vermarktung von zusätzlichem Webspace an die Mitglieder. Der Community-Betreiber Metropolis-AG (www.metropolis.de) beispielsweise vertreibt seine Community-Tools an andere Community-Betreiber, z. B. den Fernsehsender SAT1.

Quelle: Nina Pawlowitz – Kunden gewinnen und binden mit Online-Communitys, ISBN: 3593366657


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