Unternehmensführung

Hawthorne-Experimente

Definition:

Die Hawthorne-Experimente sind eine Reihe von Studien, die in dem Werk von Western Electric in Hawthorne in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurden und aus denen Elton Mayo den Schluss zog, dass sich die Produktivität durch eine stärkere Einbeziehung der Mitarbeiter verbessern lässt.

Die Hawthorne-Experimente begannen 1924 mit einer Untersuchung, mit der das National Research Council herausfinden wollte, welchen Einfluss die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz auf die Leistung der Mitarbeiter haben. Später wurden auch Leistungslohn und Ruhezeiten einbezogen. Das verblüffende Ergebnis war, dass die Produktivität stieg, gleichgültig in welche Richtung die Lichtmenge reguliert wurde. Das bezeichnet man mit dem Ausdruck Hawthorne-Effekt. Die wachsende Produktivität wurde auf verschiedene Gründe zurückgeführt:

  1. Kleine Gruppengröße
  2. Verdienst
  3. Die Sensation
  4. Teil eines Experiments zu sein
  5. Die Aufmerksamkeit, die den Mitarbeitern in der Untersuchung zuteil wurde

Der freundliche, entspannte Stil des Vorarbeiters stellte sich als besonders wichtig heraus. Denn in einer Parallelgruppe, die von einem distanzierten, dem klassischen Aufseherimage verhafteten Mann geleitet wurde, griffen keinerlei Anreize oder Veränderungen, die Produktivität blieb niedrig. Elton Mayo besuchte Hawthorne 1920 und 1930 und stellte daraufhin die Verknüpfung zwischen Aufsicht, Arbeitsmoral und Ausstoß her. Ein hoher Ausstoß verdankte sich einem engagierten Vorarbeiter, der die Arbeiter und Arbeiterinnen einbezog, niedrige Produktivität umgekehrt einem Befehlen und Kontrolle verpflichteten Vorarbeiter. Die Hawthorne-Experimente verankerten das Bewusstsein für den Einfluss des Führungsstils und der zwischenmenschlichen Fähigkeiten auf den Erfolg einer Organisation.

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Wörterbuch Deutsch-Englisch | Übersetzung für Hawthorne-Experimente

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Hawthorne-Experimente

Hawthorne effect

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