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Nonverbale Kommunikation

Definition:

Unter nonverbaler Kommunikation versteht man jede Form der Kommunikation, die nicht durch Worte erfolgt. Folglich wird etwas gesagt, ohne zu sprechen. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet:

  • non = nicht
  • verbum= das Wort
  • communicare = sich verständigen.

Das heißt: sich nicht mit Worten verständigen. Damit sind also weder Schriftsprache noch Gebärdensprache gemeint. Beide basieren auf Zeichen, die in der gesprochenen Sprache verankert sind. Dennoch macht die nonverbale Sprache einen großen Teil der Kommunikation aus. Schätzungen zufolge sind zwischen 65 und 90 Prozent der Kommunikation nonverbal.

Beispiel: Ein Autofahrer, der auf der Straße anhält und dem Fußgänger mit einer Handbewegung andeutet, dass er ihn zuerst die Straße überqueren lässt, nutzt ein allgemein verständliches Mittel der nonverbalen Kommunikation.

Instrumente der nonverbalen Kommunikation

In wichtige Möglichkeit der nonverbalen Kommunikation ist die Mimik. Mit Mimik und Gesten können wir unserem Gegenüber fast ebenso unsere Gedanken vermitteln, wie sprachlich. Informationsvermittlung ohne sprachliche Zeichen kann ebenfalls über Bilder, Musik und Geruch erfolgen. Ebenso stellen Handlungen, wie Zuspätkommen, bewusstes Schweigen oder Ignorieren eine wichtige Form nonverbaler Kommunikation dar.

Diese Mittel der nonverbalen Kommunikation werden regelmäßig genutzt, um verbale Kommunikation zu unterstützen oder zu verdeutlichen. Verstehen, Interpretieren und Einsetzen der nonverbalen Kommunikation sind daher grundlegende Fähigkeiten. Sie sind ebenfalls Mittel beim aktiven Zuhören. So kann man mit Nicken seinem Gegenüber Zustimmung vermitteln ohne ihn beim Sprechen unterbrechen zu müssen.

Die Instrumente im Überblick

  1. Blick: Blickkontakt herstellen, wegschauen, den Blick fixieren, jemanden anstarren oder mit den Augen rollen sind allesamt Möglichkeiten, mit den Augen zu kommunizieren.
  2. Mimik: Ein freundliches Lächeln, hängende Mundwinkel, hochgezogene Augenbrauen, die Stellung der Augenlider, ein verkniffener Gesichtsausdruck, Lachen, Weinen, bebende Nasenflügel sind Möglichkeiten, mit den Gesichtsmuskeln Gefühle oder eine Meinung zum Ausdruck zu bringen.
  3. Gestik: Auch mit den Händen ist Kommunikation möglich. Gesten können das Gesagte unterstreichen, Handbewegungen können abwehrend oder einladend sein.
  4. Habitus: Der Habitus, also die Art und Weise, wie jemand auftritt und sich benimmt, kann Aufschluss über einen Menschen geben. Oft lässt sich sogar der gesellschaftliche Rang daran festmachen. Einen Habitus kann man mit Äußerlichkeiten und Statussymbolen unterstreichen. Die Frisur, der Schmuck, bei Frauen Make-up und Maniküre, sogar die bevorzugte Hunderasse oder die Automarke verstärken den Habitus eines Menschen.
  5. Haltung: Wie jemand geht oder sitzt, offenbart das ebenfalls etwas über die Persönlichkeit: Hat jemand eine aufrechte oder gebeugte Haltung, einen festen oder unsicherer Stand, geht jemand mit großen oder eher mit kleinen, trippelnden Schritten –  all diese Dinge kommunizieren nonverbal, ob jemand beispielsweise sicher oder unsicher, mutig oder ängstlich, zielstrebig oder unentschlossen ist.

Nonverbale Signale verarbeitet der Gesprächspartner in der Regel unbewusst. Dabei nimmt er sein Gegenüber mit fast allen Sinnen wahr. Mit den Augen verarbeitet er alle visuellen Informationen, wie die Frisur, die Gestik oder die Mimik. Mit der Nase nimmt der Gesprächspartner beispielsweise das Parfüm seines Gegenübers wahr, registriert, ob es ein eher aufdringlicher oder dezenter Duft ist. Der Tastsinn wird beim Händeschütteln angesprochen und die Ohren nehmen beispielsweise das nervöse Mit-den-Fingern-trommeln wahr. Lediglich der Geschmackssinn bleibt außen vor.

Video: Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation

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Wörterbuch Deutsch-Englisch | Übersetzung für Nonverbale Kommunikation

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Nonverbale Kommunikation

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