Geld sparen im Startup

6 hilfreiche Tipps zur Kostenminimierung

Von Onpulson Redaktion
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Viele Menschen träumen davon, aus eigener Kraft ein Unternehmen zu gründen, ihre eigene Idee zu verwirklichen und sich erfolgreich im weltweiten Wettbewerb zu positionieren. Nur wenige Startup-Unternehmer sind sich aber darüber bewusst, wie viel Geld sie für die Gründung eines Betriebs ausgeben müssen. Der richtige Umgang mit Geld ist jedoch gerade in der Anfangsphase das A und O. Einige Kostenpositionen müssen Startup-Unternehmer bei der Existenzgründung daher unbedingt mit einkalkulieren.

1. Finanzierungsmöglichkeiten

Die ersten Monate der Gründungsphase sind in der Regel mit vielen Anfangsinvestitionen und laufenden Kosten verbunden, ohne dass währenddessen Umsatz gemacht wird. Um diese Zeit zu überbrücken, können Selbstständige einen Gründungszuschuss beim Staat beantragen. Diesen erhalten aber nur arbeitsuchende Arbeitnehmer, die zuvor in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. Eine weitere Möglichkeit, die Unternehmensidee ohne Eigenkapital zu finanzieren, stellt Crowdfunding dar. Darüber hinaus bieten einige Banken günstige Kredite für Gründer an. Nimmt man einen Kredit auf, darf man jedoch die monatlich dafür anfallenden Zinsen nicht aus den Augen verlieren. Aus diesem Grund sollte man weitestgehend versuchen, auf einen Kredit zu verzichten. Ist er unumgänglich, kann man die Zinskosten aber eventuell reduzieren, indem man beispielsweise Förderungen von der AWS einholt.

2. Werbung und Marketing

Klassische Offline-Werbung in Form von

  • Flyern
  • Wurfsendungen oder
  • Bannern

ist im Vergleich zu Online-Werbung deutlich teurer. Darüber hinaus können viele Online-Marketing-Maßnahmen viel zielgruppenorientierter eingesetzt werden als klassische Printwerbung. Neben einer eigenen Webseite und Firmen-Profilen auf gängigen sozialen Netzwerken können Existenzgründer Blogs, zum Beispiel aber auch spezielle Portale wie Xing und YouTube nutzen, um ihre Bekanntheit zu erhöhen. Um kleinere Print-Werbemaßnahmen kümmern sich viele Startup-Unternehmer am Anfang selbst. Flyer oder Visitenkarten können eigenständig angefertigt und gedruckt werden.

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3. IT-Ausstattung

In der Regel benötigt jedes Unternehmen eine gute IT-Ausstattung und spezielle Software-Lösungen. Deren Kosten können oft ganz schön ins Gewicht fallen. Je nachdem, wie groß das Unternehmen ist und wie viele Mitarbeiter dort beschäftigt sind, kann der Bedarf an Hard- und Software unterschiedlich sein. Auf jeden Fall benötigt man

  • PCs
  • Laptos
  • Drucker bzw. Multifunktionsgeräte sowie
  • eine gute Internetanbindung.

Startups können generell auch auf gebrauchte Geräte zurückgreifen, um am Anfang Geld zu sparen. Neben der Hardware sind aber auch einige Software-Programme für ein Unternehmen unverzichtbar. Für einige Programme, wie beispielsweise Office-Lösungen und andere Bürosoftware, kann man in der Anfangsphase der Gründung auf Freeware zurückgreifen.

4. Abgaben und Steuern

Während Abgaben (z.B. Rundfunkgebühren) immer anfallen, müssen Steuern nur erfolgsabhängig gezahlt werden. Es gibt bei manchen Rechtsformen aber auch einen bestimmten Sockelbetrag, wie zum Beispiel die Mindest-KöSt bei einer GmbH. Bei einer Kapitalgesellschaft fällt hingegen die Körperschafts-Steuer an (25%) und bei einer Personengesellschaft (Einzelunternehmen, OG, KG, GesbR) wird die Einkommenssteuer herangezogen (zwischen 0-50%). Welche Kosten auf einen selbst zukommen, klärt man am besten im Gespräch mit dem Steuerberater. Wer sich in diesem Bereich einigermaßen auskennt und/oder sich das Geld für einen teuren Steuerberater sparen möchte, kann sich auch selbst um die Finanzen kümmern und die Steuererklärung alleine in die Hand nehmen – beispielsweise mit einer nutzerfreundlichen Software.

5. Miete

Sind für ein neu gegründetes Unternehmen eigene Büroräume vorgesehen, werden dafür monatliche Mietkosten fällig. Je nach Standort und Stadt kann deren Höhe variieren. In den meisten Fällen kommen zu den Mietkosten noch die Provisionen für den Makler und die Kaution für das Objekt hinzu. Sehr viele Startups beginnen daher in der Garage, im Keller, oder im Home Office mit ihrer Arbeit, um Geld zu sparen. Man sollte sich aber informieren, ob man nach dem Gewerberecht – je nach ausgeübter Tätigkeit – einen entsprechenden Standort beziehen muss. Wenn das der Fall sein sollte, vergleicht man am besten Preise und sieht sich nach einer Arbeitsstätte in einem Industrieviertel außerhalb der Stadt um.

6. Personalkosten

Anfangs stellen Startups in der Regel noch keine Mitarbeiter ein. Möchte man irgendwann doch Mitarbeiter im eigenen Betrieb beschäftigen, ist für sie eine Anstellung erforderlich. Neben dem Bruttolohn müssen an sie auch die regulären Lohnnebenkosten gezahlt werden. Man sollte sich von vornherein gut überlegen, ob man feste Mitarbeiter benötigt. Einem festen Angestellten kann nämlich nicht einfach ohne weiteres gekündigt werden, sollte man doch einmal Kosten abbauen wollen, sondern es müssen die gesetzlichen Fristen eingehalten werden. Möchte man eine Festanstellung umgehen, kann man entweder einen Werkvertrag abschließen, oder man greift auf einen freien Mitarbeiter zurück, der dem Unternehmen seine Tätigkeiten in Rechnung stellt.

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