Wirtschaft & Politik

Erzeugerpreise: Steigende Preise als Vorbote von Inflation?

Von Onpulson Redaktion
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In Deutschland hat sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im Juli unerwartet deutlich beschleunigt. Die Herstellerpreise sind so stark gestiegen wie seit 19 Monaten nicht mehr.

Die Produzenten von Energie, Lebensmitteln und anderen gewerblichen Erzeugnissen hoben ihre Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 3,7 Prozent an,wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag bekannt machte. Experten waren von 3,3 Prozent ausgegangen. Im Vergleich zum Juni ist das Preisnivau um 0,5 Prozent angestiegen. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Insbesondere höhere Energiepreise trieben das Preisniveau im Juli in die Höhe, heißt es zur Begründung. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im Juli nur 2,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat und stiegen im Vergleich zum Vormonat lediglich leicht um 0,1 Prozent.

Die Produzentenpreise geben einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation, weil der Handel seine höheren bzw. niedrigeren Einkaufskosten zum Großteil früher oder später an seine Kunden weitergibt. Die meisten Experten rechnen für 2010 mit einer Inflationsrate von etwas über einem Prozent. Die Europäische Zentralbank sieht stabile Preise bei Werten bis knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

(BoerseGo)

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