Wirtschaft & Politik

Bundeswirtschaftsminister übt scharfe Kritik an US-Geldpolitik

Von Onpulson Redaktion
Am

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat mit ungewohnt deutlichen Worten die ultralockere US-Geldpolitik kritisiert. Die ständige übermäßige Geldvermehrung der Vereinigten Staaten sei eine indirekte Währungsmanipulation, sagte Brüderle im Anschluss an das G20-Finanzministertreffen in Südkorea.

Die Bereitstellung von zusätzlicher Liquidität sei der falsche Weg, um die wirtschaftlichen Probleme zu lösen.

Brüderle kritisierte auch den Vorschlag von US-Finanzminister Timothy Geithner, verbindliche Vorgaben für den Abbau von Leistungsbilanzüberschüssen von exportstarken Ländern wie China, Japan und Deutschland zu machen. Planwirtschaftliche Lösungen seien nicht hilfreich, betonte Brüderle.

Laut Abschlusserklärung haben sich die G20-Finanzminister und Notenbankchefs zwar für einen Abbau der globalen Ungleichgewichte ausgesprochen, aber keine konkreten Ziele vereinbart. Ein Abwertungswettlauf zwischen den Währungen müsse vermieden werden, hieß es.

(BörseGo)

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