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Bezahlmethoden

Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren – lohnt sich das für Online-Händler?

Von Onpulson Redaktion
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Auch wenn der Bitcoin in den vergangenen Wochen und Monaten insbesondere aufgrund rasanter Kurssprünge in den Schlagzeilen war, so ist er doch eine Währung. Die Entwickler wollten und wollen mit dem Bitcoin eine digitale Devise schaffen, mit der weltweit ohne Umrechnungen oder zwischengeschaltete Banken bezahlt werden kann. Große Unternehmen wie Amazon, Microsoft oder Dell haben in der Vergangenheit schon Testläufe gewagt – hier konnten Nutzer online mit dem Bitcoin bezahlen.

Transaktionsvolumen bisher noch bescheiden

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Trotz der noch recht geringen Akzeptanz bei Konsumenten kann es sich für Online-Shops und -Händler lohnen, den Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Foto: ©spaxiax/Depositphotos.com

So rasant wie die Kurse des Bitcoins im Jahr 2017 angestiegen sind, so schnell hat sich die Währung als Zahlungsmittel nicht verbreitet. Aufgrund der hohen Wertschwankungen sahen sich sogar viele Unternehmen gezwungen, den Bitcoin bei Online-Käufen wieder als Zahlungsvariante abzuschaffen. Zudem seien die Transaktionskosten in einigen Fällen ebenfalls in die Höhe geschnellt. Trotzdem zieht der führende Bitcoin-Zahlungsabwickler Bitpay ein positives Fazit für das Jahr 2017: „Wer nicht unter einem Stein lebt, wird gesehen haben, dass das tägliche Transaktionsniveau in diesem Jahr neue Höchststände erreicht hat“, ließ das Unternehmen aus Atlanta vermelden.

Trotz der noch recht geringen Akzeptanz bei Verbrauchern kann es sich für Shops und Händler lohnen, den Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Und das gleich aus zwei Gründen:

  • Außenwirkung: Was vor fünf Jahren PayPal war, ist heute der Bitcoin. Wer im Shop moderne, innovative Zahlungsmittel anbietet, stärkt damit sein Markenimage als Händler.
  • Perspektive: Es ist durchaus denkbar, dass sich der Bitcoin auf Dauer doch als Währung durchsetzen und stabilisieren wird. Schaffen Online-Shops schon heute die Infrastruktur für Bitcoin-Zahlungen, sind sie für die Zukunft gut aufgestellt.

Wie kann der Bitcoin als Zahlungsmittel in Shops eingebunden werden?

Die einfachste Lösung für Händler besteht darin, einen sogenannten Händler-Service zu nutzen. Dieser akzeptiert die Bitcoins als Zahlungsmittel und wickelt die Transaktion aus technischer Sicht ab. Dafür fällt zwar eine Provision an, Händler können ihre Bitcoin-Einnahmen so aber direkt in Euro umwandeln und auf ihr Geschäftskonto buchen. Auch aus buchhalterischer Sicht ist die Lösung vorteilhaft, weil die Bitcoin-Zahlung nicht in den Büchern auftauchen muss – sondern nur die eingenommenen Euro.

Wer hingegen Waren auf Rechnung liefert, sollte für jede Rechnung eine eigene Bitcoin-Adresse erstellen. So kann es keine Verwirrung geben, wenn zwei Kunden den gleichen Rechnungsbetrag an Händler zahlen. Um die Bitcoin-Zahlung grundsätzlich zu ermöglichen, müssen Shops auf ihren Rechnungen nur einen entsprechenden Verweis auf die Adresse, die Summe in Bitcoins und das Zahlungsdatum aufnehmen.

Fazit: Bitcoin einfach implementieren

Die Digitalisierung macht auch vor dem Finanzsektor nicht Halt: Ob moderne Kreditplattformen wie smava, Robo-Advisor oder eben digitale Währungen – eine Vielzahl von Innovationen bringen enorme Vorteile für Anwender mit sich. Bisher ist der Bitcoin allerdings zu instabil im Wert, um wirklich flächendeckend als Devise eingesetzt zu werden. Dennoch schadet es als Händler nicht, ihn als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Zumal die Implementierung dank Händler-Services vergleichsweise unkompliziert ist.

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