Wirtschaft & Politik

Irland-Risiko bei deutschen Banken liegt bei 25 Mrd. Euro

Von Onpulson Redaktion
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Das Risiko der deutschen Banken in Irland liegt netto bei rund 25 Milliarden Euro. Das sagte Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler am Donnerstag im Rahmen der Vorstellung des "Finanzstabilitätsberichts 2010".

„Wenn wir das tatsächliche Irland-Risiko berücksichtigen, liegen wir bei etwa 25 Milliarden Euro“, so Zeitler. Die derzeit kursierenden Zahlen von 130 bis 140 Milliarden Euro seien hingegen Bruttoangaben. Die Differenz, so Zeitler, komme zustande, da viele Engagements in Finanzierungs- und Zweckgesellschaften stecken, die aus rechtlichen Gründen in Irland angesiedelt sind.

Auch wenn Zeitler vor allzu großem Optimismus warnt, so attestiert der Bundesbank-Vize den deutschen Banken eine stabile Verfassung. Laut Zeitler sei der Höhepunkte an Wertberichtungen überschritten worden. Für das nächste Jahr erwartet er Abschreibungen von 23 Milliarden Euro, nach rund 37 Milliarden Euro im Krisenjahr 2009. So gebe es trotz mancher Risiken „keine Hinweise, dass das deutsche Bankensystem nicht in der Lage wäre, den deutschen Konjunkturaufschwung mit einem ausreichenden Kreditangebot zu begleiten.“

(BörseGo)

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