Wichtige Tipps

Berufsunfähigkeit: Wen kann es treffen und wie schützt man sich am besten?

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie sich finanziell gegen den Ausfall Ihrer eigenen Arbeitskraft absichern. Bildrechte: Flickr Untitled jazbeck CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Auch Führungskräfte leiden zunehmend unter Burnout oder Depressionen. Unser Ratgeber gibt wertvolle Tipps, wie man finanzielle Risiken durch den Verdienstausfall minimiert und erklärt, worauf man beim Abschluss einer Versicherung achten sollte.

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist in den meisten Fällen die beste Möglichkeit, sich finanziell gegen den Ausfall der eigenen Arbeitskraft abzusichern. Wer auf sein monatliches Einkommen angewiesen ist, sollte sich so früh wie möglich um eine entsprechende Police bemühen. Das ist nicht nur für handwerkliche oder andere körperlich anstrengende Berufe empfehlenswert: Laut Ratgeber von CosmosDirekt zum Thema Berufsunfähigkeit führen Nervenkrankheiten inzwischen mit 31 Prozent die Liste der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeiten an. Erkrankungen des Skeletts und Bewegungsapparats folgen erst auf Platz zwei mit 22 Prozent. Danach folgen sonstige Erkrankungen (16 Prozent), Krebs (14 Prozent) sowie Unfälle (9 Prozent) und Herzleiden (8 Prozent).

Diese Liste zeigt: Eine Versicherung lohnt sich fast für jeden, da Berufsunfähigkeiten auch in vermeintlich „ungefährlichen“ Berufen zunehmen. Depressionen und Burnout betreffen vor allem Führungskräfte, die Stress gewohnt sind und die Warnzeichen oftmals erst viel zu spät wahrnehmen. Ohne eine Absicherung ist man auf staatliche Leistungen angewiesen. Doch die Leistungen bei krankheitsbedingtem Verdienstausfall reichen nur in den seltensten Fällen aus, um den Lebensstandard auch nur annähernd zu halten. Die Erwerbsminderungsrente, die jedem zusteht, der mindestens 36 Monate innerhalb der letzten fünf Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, liegt laut finanztip.de durchschnittlich nur bei etwa 759 Euro pro Monat.

Was gibt es beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten?

Aus diesem Grund ist eine zusätzliche Absicherung in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung anzuraten. Beim Abschluss sollte man einige Dinge beachten: Zunächst lohnt es sich, die Versicherung so früh wie möglich abzuschließen. Da sich die Beiträge nach Alter, Gesundheitszustand und dem ausgeübten Beruf berechnen, lohnt sich ein vorausschauender Abschluss. Idealerweise kümmert man sich bereits zu Studienzeiten oder in der Ausbildung darum: So profitiert man doppelt, da man in so jungen Jahren im Regelfall noch gar nicht in die Rentenversicherung eingezahlt hat.

Die Kosten fallen sehr unterschiedlich aus: So können einer Grafik von finanztip.de zufolge Maurer bei gleichem Eintrittsalter mit den dreifachen Kosten wie eine Bürokauffrau rechnen, da das Verletzungsrisiko in ihrem Beruf deutlich höher ist. Auch gefährliche Hobbys wie Klettern oder Fallschirmspringen können die Versicherung teurer machen.

Bei den Gesundheitsfragen der Versicherung sollte man immer wahrheitsgemäß antworten. Wer falsche Angaben macht oder etwas verschweigt, muss damit rechnen, dass sich die Versicherung im Krankheitsfall weigert zu zahlen. Stattdessen sollte man alle Krankheitsunterlagen des abgefragten Zeitraums sorgfältig zusammenstellen und lieber einen Arztanruf mehr als zu wenig tätigen.

Angebote vergleichen und Vertragsdetails beachten

Um im Notfall auch wirklich ausreichend abgesichert zu sein, sollte man die Berufsunfähigkeitsrente hoch genug ansetzen. Hier empfiehlt Finanztip als Faustformel 80 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Zudem sollte man vorab Preise und Angebote unterschiedlicher Dienstleister vergleichen: Kosten und Leistungen unterscheiden sich teilweise erheblich. Focus empfiehlt auch auf die Dynamik der Beiträge und Leistungen zu achten. Mit steigenden Beiträgen steigt folglich auch der Rentenanspruch. Das sorgt für einen gewissen Inflationsschutz.

Eine Nachversicherungsgarantie sorgt zusätzlich dafür, dass man bei veränderten Lebensumständen wie etwa Hochzeiten oder nach dem Bau eines Eigenheims die Berufsunfähigkeitsrente anpassen kann. Einer erneuten Gesundheitsprüfung muss man sich dann nicht mehr unterziehen. Auch sollte man auf Klauseln wie die „abstrakte Verweisbarkeit“ achten: Denn mit dieser können Versicherer im Krankheitsfall auf einen theoretisch möglichen anderen Beruf verweisen, die der Betroffene stattdessen ausüben kann. In einem solchen Fall könnte der Versicherer mit dieser Klausel auf eine Zahlung verzichten.

 


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