Finanzen

Aktienkauf leicht gemacht: Tipps für kleine und mittelständische Unternehmen

Von Onpulson Redaktion
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Gerade für kleine und mittelgroße Betriebe – sogenannte KMUs – kann es sich auszahlen, frei gewordene Geldmittel in Aktien zu investieren. Allerdings gibt es beim Aktienkauf einige Dinge zu beachten, wenn die angelegten Geldmittel sowohl sicher als auch rentabel sein sollen. Auf folgende Punkte sollten unerfahrene Anleger achten.

1. Einen Wirtschaftsplan erstellen

Vor jeder längerfristigen Geldanlage sollte ganz klar sein, wie lange das freie Kapital aller Voraussicht nach nicht benötigt wird. Ein detaillierter Finanzplan hilft, die eigene Liquidität auf lange Frist richtig einzuschätzen und zu entscheiden, wie lange die Anlagedauer ausfallen darf.

Wer sinnvoll in Aktien investieren möchte, sollte sich vorab gut informieren. Foto: @rawpixel/Pixabay.com

2. Sich vorab gut informieren

Als Faustregel gilt: Nur Aktien kaufen, die Sie auch verstehen. Um sich mit der Börse vertraut zu machen, ist eine ausführliche Recherche unabdinglich. Achten Sie darauf, nur valide Informationsquellen nutzen, wie zum Beispiel die Marktinformationen der Deutschen Bank. Wer Aktien als sinnvolle Geldanlage nutzen will, benötigt heutzutage ein Wertpapierdepot. Depots lassen sich bei einer Bankfiliale, einer Online-Bank oder einem Online-Broker erwerben. Die günstigsten Angebote liefern sogenannte Discount-Broker im Internet – allerdings bedeutet der niedrige Preis auch das Fehlen jeglicher Beratung. Wer nicht die Zeit oder Lust hat, sich selbst ausführlich mit dem Thema auseinanderzusetzen, fährt besser mit einer persönlichen Beratung bei der Bank.

3. Die „Zwei von Drei“-Regel beachten

Auf den Finanzmärkten gibt es keine Schnäppchen. In der Vermögensanlage gilt die Regel, dass von den drei angestrebten Eigenschaften Rentabilität, Sicherheit und Liquidität immer nur zwei gleichzeitig möglich sind. Das heißt konkret, dass Aktien mit hohen Renditen und schneller Verfügbarkeit meist riskant sind, während rentable und sichere Geldanlagen in der Regel langfristige Anleihen ohne schnelle Verfügbarkeit darstellen. Aktien mit hoher Sicherheit und Liquidität wiederum sind wenig rentabel. Ein Unternehmen, das in Aktien investieren möchte, sollte vorab entscheiden, welchen zwei der drei Eigenschaften Priorität haben.

Hohe Rendite können auf Kosten der Sicherheit gehen. Foto: @Christoph Meinersmann/Pixabay.com

4. Aktien mischen

Gerade für KMUs ist es wichtig, nur in Geldanlagen zu investieren, bei denen nicht das Risiko eines Totalverlustes besteht. Deshalb empfiehlt es sich, mehrere Anlagesegmente zu erwerben, die voneinander völlig unabhängig sind. Dadurch stabilisiert sich das Risiko und hohe Verluste können in der Regel vermieden werden.

5. Der Markt lässt sich nicht austricksen

Es ist für einen Laien zwecklos, den Markt schlagen zu wollen. Zu dem Zeitpunkt, an dem gute Nachrichten über eine bestimmte Aktie in den Medien aufscheinen, haben die neuen Informationen die Börse bereits erreicht und spiegeln sich in den Preisen wieder. Für die Händler an der Börse gehört es zum Geschäft, möglichst schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Die Profis werden immer schneller sein – Nachzügler, die verspätet auf einen Trend aufspringen, machen garantiert kein Schnäppchen mehr und verfälschen den Markt zudem. Denn sie treiben die Preise durch den Kauf unnötig in die Höhe und tragen womöglich zu der Entstehung einer gefährlichen Blase bei.

6. Kaufen, wenn die Kanonen donnern

Der alte Glaubenssatz des Geldmarktes gilt noch immer: Qualitätsaktien kaufen, wenn die Nachrichten schlecht sind. Denn dann sind die Anlagen günstig und ein stabiles Unternehmen mit einem guten Produkt hat realistische Chancen, sich langfristig positiv zu entwickeln. Die zweite gängige Börsenweisheit, die besagt, dass „der Trend dein Freund ist“, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Zwar ist es statistisch tatsächlich wahrscheinlicher, dass ein einmal bestehender Trend noch länger Bestand hat, als dass er sofort endet. Allerdings handelt es sich zuweilen auch um Blasen, die plötzlich platzen können. Ein besseres Rezept für gute Geschäfte ist das alte Kaufmannswissen, wonach günstig eingekauft und teuer verkauft werden soll. Das erfordert Disziplin und Risikobereitschaft. Allerdings kann diese Strategie gute Gewinne einbringen und gleichzeitig vor allzu großen Verlusten schützen.

7. Hochvolatile Aktien meiden

Aktien mit starken Kursschwankungen können zwar ein Geschäft darstellen, sind aber etwas für Profis. Für kleine Unternehmensanleger auf der Suche nach einem sicheren Hafen für ihr Geld sind solche Werte ungeeignet. Eine Aktie, die zunächst um 50 Prozent steigt und danach um 40 Prozent sinkt, liegt bereits unter dem ursprünglichen Kaufwert. Dieses Beispiel macht deutlich, wie hoch das Verlustrisiko bei kursbeweglichen Papieren ist, deren Wert täglich zwischen fünf und zehn Prozent schwanken kann. Wer ruhig schlafen möchte, sollte das anzulegende Geld streuen. Das bedeutet, die verfügbaren Mittel auf verschiedene Wertpapiere mit unterschiedlichen Risikofaktoren zu verteilen. Denn plötzliche Aktieneinbrüche selbst solider Unternehmen bestätigen immer wieder, dass kluge Anleger nie alles auf ein Pferd setzen sollten. Es könnte verlieren.

8. Langfristig bei einem Aktienpaket bleiben

Wer klug vorgeht, entscheidet sich für ein Aktienpaket und bleibt dann längerfristig dabei. Jeder Kauf und Verkauf kostet Transaktionsgebühren, weshalb zu viel Wechsel vermieden werden sollte. Eine solide Geldanlage erfordert eine durchdachte Strategie, Durchhaltevermögen und den finanziellen Rückhalt, um mögliche Verluste abfedern zu können.

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