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Finanzen

Fintech Geschäftskonten – die Konto Revolution?

Von Onpulson Redaktion
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Fintechs sind derzeit in aller Munde. Allein in den letzten Monaten wurden in Deutschland mehrere Millionen Deals geschlossen, welche die Fintechs zu immer größeren Konkurrenten von klassischen Finanzdienstleistern und Banken werden lassen. Auch im Bereich Geschäftskonten mischen immer mehr Fintechs mit und locken Geschäftskunden mit kostenfreien Businesskonten an. Doch halten die Fintech Konten, was sie versprechen?

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Geschäftskonten von Fintechs sind auf dem Vormarsch. Foto: ©AllaSerebrina/Depositphotos.com

Was sind Fintechs?

Im Jahr 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise entstanden, verbuchen die sogenannten FinTechs immer größere Erfolge. Das Wort setzt sich zusammen aus den „financial services“ und „technology“. Demnach handelt es um eine Art Sammelbegriff für moderne Technologien im Bereich Finanzdienstleistungen. FinTechs arbeiten an innovativen, digitalen und mobilen Lösungen von Anwendungssystemen. Sie sorgen damit für eine Neu- und Weiterentwicklung des gesamten Finanzmarktes. So haben sich FinTechs vor allem in den Segmenten Bezahllösungen, Kreditvergabe oder Kapitalanlage etabliert.

Die Geschäftskonto Revolution?

Um ein Geschäftskonto eröffnen zu können, mussten sich Unternehmer und Selbstständige lange Zeit an ihre Hausbank wenden, viele Nachweise erbringen und vor allem eins: lange warten. Die Fintechs haben auf diese Inflexibilität reagiert und Kontomodelle entwickelt, die perfekt auf die Bedürfnisse moderner Geschäftskunden ausgerichtet sind:

  • Schnelle Eröffnung in wenigen Minuten
  • Smartes Mobile Banking
  • Faire Gebührenordnung
  • Automatisierte Kategorisierung von Transaktionen
  • Steuereinschätzung
  • Inkludierte Buchhaltung

Der Großteil der Fintech Geschäftskonten richtet sich an die Zielgruppe Selbstständige und Freiberufler, es gibt aber auch zunehmend Angebote für Unternehmen. Was dabei alle Konto-Angebote vereint, ist die Tatsache, dass ihr Leistungsumfang weit über die herkömmliche Funktion eines Geschäftskontos hinausgeht.

Fintech versus klassisches Businesskonto: Unterschiede

Während die Mehrzahl der klassischen Geschäftskonten als reines Girokonto zur Abwicklung geschäftlicher Transaktionen dient, bieten die Angebote von Fintechs viele innovative Funktionen für smartes Banking.

  • Automatische Kategorisierung: So kategorisiert beispielsweise das N26 Businesskonto Ausgaben automatisch mithilfe von künstlicher Intelligenz und erstellt ein Ausgaben-Diagramm. Dies ermöglicht es, Selbstständigen private und geschäftliche Transaktionen übersichtlich zu trennen.
  • Integrierte Buchhaltung: Das Fintech Kontist bietet zu seinem Konto eine Echtzeit-Buchhaltung an, was einen zusätzlichen Überblick über den Cashflow ermöglicht.
  • Real-Time-Steuereinschätzung: Um die altbekannte Steuerfalle zu umgehen, bietet ebenfalls Kontist eine Echtzeit-Steuereinschätzung an. Das Konto berechnet automatisch die anteilige Einkommen- und Umsatzsteuer auf Einnahmen und Ausgaben – besser geht’s nicht!
  • Automatische Rechnungserstellung: Beim Fintech Holvi gibt es zudem die Möglichkeit, Rechnungen automatisch erstellen zu lassen, zu verschicken und für die Buchhaltung zu speichern.

Man sieht folglich, wohin der Trend bei den Fintechs geht: Ein Geschäftskonto zu bieten, das viel mehr kann, als Überweisungen zu tätigen und zu empfangen!

Die Kosten: Wirklich kostenlos?

Es ist längst bekannt, dass Banken für Geschäftskonten weit höhere Gebühren verlangen als für Privatkonten. Bis zu zehn Euro pro Monat für die Kontoführung plus Gebühren für jeden einzelnen Buchungsposten sind keine Seltenheit. Doch auch mit dieser lästigen Gewohnheit scheinen die Fintechs aufräumen zu wollen: Geschäftskonto, Firmenkreditkarte und Buchungsposten – bei den meisten Fintechs ist alles kostenlos enthalten – zumindest in der Basisversion. Wer den vollen Leistungsumfang des Kontos nutzen möchte, muss auch bei den meisten Fintechs entweder für die Kreditkarte oder die Kontoführung bezahlen. Trotzdem lohnt es sich: Man bekommt nämlich nicht nur ein Geschäftskonto, sondern eine Allround-Business-Lösung mit vielen Extra-Funktionen.

Kontoeröffnung

Auch in puncto Kontoeröffnung überzeugen die Fintech Konten: Sie werben mit einer schnellen und unkomplizierten Kontoeröffnung: kein Papier, keine Selbstauskunft, kein Aufwand. Bei den meisten reicht es aus, die App runterzuladen und sich zu registrieren. Dann folgt noch ein kurzer Videochat zur Legitimation, der den lästigen Gang zur Postfiliale ersetzt. Ideal für Geschäftsfrauen und -männer, die keine Zeit bei der Kontoeröffnung verlieren möchten.

Fintechs: Wer bietet das beste Geschäftskonto?

Vor allem Selbstständige, Freelancer und Startups fallen in die Zielgruppe der FinTech Konten. Genau diese profitieren auch am meisten von den neuen Alternativen. Die simple Kontoeröffnung, das Wegfallen von Gebühren, die bereitgestellte Software zur Finanzverwaltung und die zusätzliche Kreditkarte begründen den großen Erfolg der Konten. Doch welches Fintech bietet aktuell das beste Geschäftskonto? Pauschal kann dies nicht beantwortet werden. Jedes Konto bietet individuelle Vorteile: Während man beim einen seine Ausgaben automatisch kategorisieren kann, bietet ein anderes eine intergierte Buchhaltungssoftware und wiederum ein anderes die automatische Rechnungserstellung. Hier gilt es jenes Angebot zu wählen, das am besten zu den eigenen Anforderungen passt.

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