Das sollten Sie wissen

Unternehmensgründung: Alles über Voraussetzungen, Vorteile und Risiken

1. Wichtige Voraussetzungen

Sein eigener Chef zu sein hat Vor- und Nachteile. Foto: ©FotoIEdhar/Fotolia.com

Damit die Selbstständigkeit funktionieren kann und sich langfristig Erfolge einstellen, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Ein Unternehmen benötigt eine gute Geschäftsidee, um sich von der Konkurrenz abzuheben, doch ohne das nötige Geld ist die Umsetzung der Idee unmöglich. Um das Unternehmen auf dem Markt zu halten, muss der Chef zudem bestimmte Eigenschaften mitbringen.

Geschäftliche Voraussetzungen: Geschäftsidee und Businessplan

Für die Gründung eines Unternehmens gibt es einige Dinge zu beachten. Allen voran steht jedoch die passende Geschäftsidee. Sie ist der Grundpfeiler, auf dem sich das gesamte Unternehmen aufbaut – und der langfristig über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Umso wichtiger ist es, gründliche Überlegungen anzustellen, was das zukünftige Unternehmen an Dienstleistungen anbietet oder welche Produkte es herstellen soll.

Eine passende Geschäftsidee finden: Ein entscheidender Faktor für eine gute Geschäftsidee ist Innovation. Welcher Art das Unternehmen auch sein soll, es sollte etwas bieten, das in der Form noch nicht durch die Konkurrenz abgedeckt wird. Die Dienstleistung oder das Produkt müssen der Kundschaft einen echten Mehrwert bringen. Eine solche Geschäftsidee zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie Wachstumspotential hat, sodass sich das Unternehmen stetig weiterentwickeln kann.

Eine gute Idee nutzt aber nichts, wenn sie in der Praxis nicht gut ankommt. Wer sich im eigenen Umfeld umhört, sich mit anderen Gründern oder Unternehmen austauscht und auch bei den potentiellen Kunden Nachforschungen anstellt, wird recht bald herausfinden, wie es um die eigene Geschäftsidee bestellt ist. Immerhin ist es besser, sich frühzeitig etwas Neues zu überlegen als später festzustellen, dass das Vorhaben von Anfang an zum Scheitern verurteilt war.

Grundsätzlich kann es aber auch sehr einfach sein, eine gute Geschäftsidee zu entwickeln. Manchmal dienen persönliche Interessen als Ideengrundlage. Oft ist es auch hilfreich, die eigene Umgebung genau zu beobachten und sich Dingen und Situationen bewusst zu werden, bei denen man sich selbst über fehlende Funktionen oder ähnliches ärgert.

Nach der Entwicklung der Geschäftsidee geht es in einem nächsten Schritt darum, dass Geschäfts- oder Businessmodell zu erstellen. Dies dient dazu, dass sich die Beteiligten nochmals intensiv mit allen wichtigen Aspekten des Unternehmens befassen und dass das Alleinstellungsmerkmal noch stärker ausgearbeitet wird. Ein Businessmodell enthält Informationen darüber, welchen Nutzen die Geschäftsidee bringt und welche Problemlösungen sie anbietet. Weiter geht es darum, in welchen Etappen die Geschäftsidee umgesetzt werden soll und aus welchen Quellen die Einnahmen erfolgen sollen.

Der Businessplan ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg. Foto: ©gstockstudio/Fotolia.com

Einen Businessplan aufstellen: Auf der Grundlage des Geschäftsmodells wird nun schließlich ein konkreter Businessplan erstellt, der aus der anfänglichen Geschäftsidee ein detailliertes Konzept macht. Ein Businessplan folgt einem bestimmten Aufbau. Zunächst erfolgt eine Zusammenfassung des gesamten Inhalts, um einen schnellen Überblick zu ermöglichen. Anschließend werden die Geschäftsidee und das Konzept beschrieben, sowie die Qualifikationen der Gründer und ihrer Partner erläutert, und wie sich diese sinnvoll ergänzen. Auch Aspekte wie die Verteilung der Anteile, die Mitarbeiterstruktur und die Rechtsform werden hier genannt.

Dann erfolgt eine ausführliche Beschreibung aller Punkte, die bei der strategischen Planung der Geschäftsidee relevant sind. Hier geht es unter anderem um die Zielgruppe, den Nutzen der Geschäftsidee und ihr Alleinstellungsmerkmal sowie gesetzliche Fragen. Darauf folgt eine Analyse des Marktes, der Branche und der Konkurrenz. In einem weiteren Punkt geht es um die Marketingstrategie, das heißt Aspekte wie das Vertriebskonzept und die Preisgestaltung.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Finanzplan, der für mindestens drei Jahre erstellt wird. Hier geht es um die Liquiditätsplanung, die Ergebnisplanung und die Planbilanz. Am Schluss des Businessplans werden Kapitalbedarf und Finanzierung aufgeführt. Dazu wird angegeben, wie hoch der Anteil an Eigenkapital ist, das der Gründer miteinbringen kann, und wie viel Geld aus Fremdkapital benötigt wird.

Insgesamt ist ein Businessplan eine genaue Ausarbeitung dessen, was zur Realisierung der Geschäftsidee erfolgen muss und welche Umsätze in der Anfangszeit zu erwarten sind. Somit bildet er eine wichtige Grundlage, auf der das Unternehmen sowie der Erfolg aufbauen kann. Denn nur durch einen Businessplan lässt sich feststellen, ob das Unternehmen wie geplant vorankommt oder ob es möglicherweise große Differenzen zwischen Ist- und Sollzustand gibt, die es mit entsprechenden Maßnahmen zu beheben gilt.

Finanzielle Voraussetzungen: die nötigen Geldmittel zur Gründung

Der fertige Businessplan enthält unter anderem Informationen darüber, wie hoch die Summe an finanziellen Mitteln ist, die für die Gründung des Unternehmens benötigt werden. Diese Information sind sehr wichtig, weil gerade am Anfang eines neuen Unternehmens meist viel Geld investiert werden muss, um den Laden ans Laufen zu bringen. Allerdings hat kaum ein Gründer so viel Eigenkapital zur Verfügung, um diese finanzielle Hürde alleine zu nehmen.

Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, wie Gründer an das nötige Startkapital kommen können. Da die einzelnen Finanzierungsformen an gewisse Bedingungen geknüpft und nicht für jeden Gründer gleichermaßen geeignet sind, lohnt es sich, die verschiedenen Optionen zu vergleichen.

Bei einer Beteiligungsfinanzierung etwa durch Venture Capital oder Business Angels stellen Gesellschaften oder Einzelpersonen Kapital für die Unternehmensgründung zur Verfügung. Sie investieren in das Unternehmen und gehen das Risiko ein, ihr Geld zu verlieren, sollte das Startup-Projekt scheitern. Der Vorteil für Gründer: Ihr privates Vermögen wird in einem solchen Fall nicht angegriffen.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Startfinanzierung über einen Kredit, wobei es hier wiederum verschiedene Formen gibt, unter anderem Förderkredite der KfW, Privatkredite, Bankkredite und Onlinekredite. Um einen Kredit bewilligt zu bekommen, muss ein Businessplan vorgelegt werden. Sicherheiten in Form von Eigenkapital sind definitiv ein Pluspunkt.

Richtige Kalkulation anfallender Kosten: Um das Unternehmen in Richtung Erfolg zu steuern, ist eine gründliche und vorausschauende Planung der finanziellen Mittel unerlässlich. Zu den häufigsten Gründen für das Scheitern von selbstständigen Betrieben ist die falsche Einschätzung des Kapitalbedarfs. Doch wofür genau wird das ganze Geld gebraucht?

Es gibt einige laufenden Fixkosten, die ein Unternehmen tragen muss. Einen großen Anteil haben die Betriebskosten, deren Beträge je nach Branche sehr unterschiedlich hoch ausfallen. Zu diesen Beträgen gehören Personal, Material sowie Kfz-Kosten. Ebenfalls ein großer Kostenfaktor sind fällige Beträge für betriebliche Anschaffungen, Mietzahlungen für die Geschäftsräume sowie Ausgaben für Strom, Heizung, Internet und Telefon. Nicht zu vergessen die monatlichen Kreditraten.

Ein weiterer Faktor sind die Versicherungskosten. Seit 2009 ist eine Krankenversicherung Pflicht, dazu kann – abhängig von der Branche – eine Rentenversicherung anfallen. Schließlich gibt es noch die optionalen Versicherungen wie die Arbeitslosen-, Berufsunfähigkeits- oder Betriebshaftpflichtversicherung.

Zusätzlich zu den Kosten fallen für Unternehmer Steuern an, die sie für ihren gewerblichen Betrieb zahlen müssen. Das sind neben Gewerbe- und Einkommenssteuer die Umsatzsteuer, Lohnsteuer und Vorsteuer. Zu den Ausgaben rund um das Unternehmen gesellen sich natürlich auch noch die privaten Lebenshaltungskosten. Denn das erwirtschaftete Geld muss das persönliche Einkommen sichern, um die privaten Ausgaben decken zu können.

Persönliche Voraussetzungen: nicht jeder kann ein Chef sein

Ein Chef muss sein Team führen können. Foto: ©FotoIEdhar/Fotolia.com

Als zukünftiger Chef eines eigenen Unternehmens muss man gewisse Voraussetzungen erfüllen, die sich auf die Charaktereigenschaften und die fachliche Kompetenz beziehen. Denn eine gute Geschäftsidee allein reicht bei Weitem nicht aus, um erfolgreich zu werden. Oder anders gesagt: Geschäftsideen gibt es sicherlich viele, aber nicht jeder hat den Mut dazu, sie in die Tat umzusetzen. Damit wäre eine erste wichtige Charaktereigenschaft genannt: der Mut, seinen Traum vom eigenen Unternehmen wahr werden zu lassen –kritischen Stimmen und möglichen Hindernissen zum Trotz.

Ein Gründer braucht daher ein gutes Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, um sich im Startup-Dschungel behaupten und sein Unternehmen zum Erfolg führen zu können. In diesem Zusammenhang sind ein gesunder Optimismus und eine positive Einstellung gegenüber der Geschäftsidee unabdingbar, um die nötige Motivation aufzubringen, die der Weg in die Selbstständigkeit erfordert. Genauso gehört eine gewisse Risikobereitschaft in das Charakterbild eines Unternehmensleiters, denn es besteht immer die Gefahr, dass das Projekt letztendlich scheitert. Das birgt auch das Risiko, eine Menge Geld zu verlieren, das in das Unternehmen investiert wurde.

Deswegen ist gleichzeitig auch die realistische Einschätzung von Situationen eine wichtige Eigenschaft für einen Chef, damit bei der Planung der späteren Unternehmensführung keine fatalen Fehler passieren. Damit vergrößern sich die Erfolgschancen des Unternehmens enorm. Von einem Vorgesetzten werden ständig Entscheidungen verlangt – auch solche, die den Mitarbeitern gegen den Strich gehen. Wer an sich selbst zweifelt, wird sich im Chefsessel nicht lange halten können.

Ein guter Chef muss wissen, wie man Mitarbeiter richtig führt und mit Kunden und Vertragspartnern umgeht. Eng damit verbunden sind weitere wichtige Eigenschaften: Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen. Zudem erfordert die Gründung eines Unternehmens viel Geduld und Belastbarkeit. Es wird nicht immer alles nach Plan laufen und ein Chef muss einiges einstecken können, von Kritik bis hin zu Durststrecken.

2. Vorteile der Selbstständigkeit

Sein eigener Chef zu sein, bringt gewisse Vorteile mit sich. Viele erfüllen sich mit dem Wechsel in die Selbstständigkeit einen lang gehegten Wunsch. Dadurch haben sie mehr Freiheiten im Berufsalltag oder können die Arbeit besser mit dem Privatleben vereinbaren. Zu den Vorteilen kommt die Chance eines Unternehmers, die Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter angenehmer zu gestalten, als man es möglicherweise selbst erlebt hat.

Selbstbestimmtes Arbeiten

Ein Vorteil sind selbstbestimmte Arbeitszeiten. Foto: ©Minerva Studio/Fotolia.com

Selbstständige Unternehmer haben die Möglichkeit, sich ihre Arbeitszeiten flexibel einzuteilen und so nicht an die übliche acht bis 17 Uhr-Taktung gebunden zu sein. Das wirkt sich auch positiv auf das Familienleben aus: Normale Angestellte bekommen ihre Kinder mitunter nur in den Abendstunden zu sehen, kurz bevor sie ins Bett müssen. Selbstständige Unternehmer haben dagegen die Möglichkeit, am Nachmittag Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und dafür etwa abends weiterzuarbeiten.

Generell gehört es zu den Vorteilen, dass sich Chefs ihre Aufgaben, die sie am Tag erledigen müssen, weitestgehend frei einteilen können. Es ist schließlich niemand da, der vorgibt, was wann zu tun ist. Das bedeutet ein gewisses Maß an Freiheiten, die Angestellte nicht haben, und hat außerdem den Vorteil, dass Entscheidungen eigenständig getroffen werden können. Das gilt zum Beispiel für die Zusammenstellung des Teams an Mitarbeitern.

Höheres Einkommen

Dazu kommt die Chance auf ein höheres Einkommen im Vergleich zu dem, was bei einer Festanstellung auf dem Lohnbescheid steht. Dadurch ist es möglich, sich als selbstständiger Unternehmer auch privat den ein oder anderen größeren Wunsch zu erfüllen, worauf man als Angestellter lange würde sparen müssen. Die Gewinne für die eigene Leistung gehen an einen selbst und nicht an einen Vorgesetzten, der mit der konkreten Umsetzung nur indirekt zu tun hatte.

Ein Hobby zum Beruf machen

Oftmals verbirgt sich hinter einem Hobby eine geniale Geschäftsidee. Das eröffnet Gründern die Möglichkeit, eine Tätigkeit, die Spaß macht, zum Beruf zu machen und damit Geld zu verdienen. Denn je nach Job bleibt nicht immer die Zeit, um dem eigenen Hobby nachzugehen. Doch in einem eigenen Unternehmen, das genau darauf basiert, wird aus der Freizeitbeschäftigung eine Hauptbeschäftigung.

Dadurch ist es möglich, sich intensiver mit dem einstigen Hobby auseinanderzusetzen. Außerdem ist die Arbeitsmotivation gleich viel höher, wenn der Beruf Spaß macht. So werden auch längere Arbeitszeiten von 14 oder 16 Stunden pro Tag inklusive Wochenende weit weniger als lästig empfunden als in einem Angestelltenverhältnis.

Sich selbst verwirklichen

Ein eigenes Unternehmen zu gründen, bedeutet für viele, sich selbst zu verwirklichen und aus einer innovativen Idee eine reale Umsetzung zu machen. Wer sozusagen in eigener Sache arbeitet, wer voll und ganz hinter seiner Idee steht und fest davon überzeugt ist, bringt wesentlich mehr Motivation mit auf die Arbeit als jemand, der zwar seinen Job grundsätzlich gerne macht, aber nicht für die Geschäftsidee brennt. Das verschafft Selbstständigen den großen Vorteil, mehr Spaß am Job zu haben. Das kommt dem eigenen Wohlbefinden wie auch dem Unternehmen zugute, weil die Leistungsbereitschaft wesentlich höher liegt.

Mehr Abwechslung im Beruf

Viele Angestellte beklagen sich darüber, dass ihr Job zu eintönig ist und kaum Neues zu bieten hat. Selbstständige haben dieses Problem nicht. Als Chef eines Unternehmens sind die Aufgabenfelder sehr unterschiedlich und abwechslungsreich, besonders in der Anfangszeit. Es geht von Kundenakquise über Mitarbeitergespräche und die stete Weiterentwicklung der Geschäftsidee bis hin zum Papierkram, der erledigt werden muss.

Außerdem haben Selbstständige die Möglichkeit, in ihrem eigenen Unternehmen eben genau das besser zu machen, was sie selbst als Angestellte immer gestört hat. So können sie zum Beispiel aktiv für mehr Abwechslung im Arbeitsalltag der Mitarbeiter sorgen, etwa durch Fortbildungen, Betriebsausflüge und eine geschickte Aufgabenverteilung.

3. Nachteile und Risiken für Gründer

Ein eigenes Unternehmen zu führen, hat leider nicht nur Vorteile. Es gibt auch ein paar Nachteile, die vor allem zu Beginn spürbar sind. Dazu gesellen sich gewisse Risikofaktoren, welche das Projekt Selbstständigkeit scheitern lassen können.

Nachteile der Selbstständigkeit

Eine Medaille hat immer auch eine Kehrseite. Und so schwingt auch bei manchen Vorteilen der Selbstständigkeit etwas Negatives mit.

Kein geregeltes Einkommen: Im Gegensatz zu einem Angestelltenverhältnis gibt es bei der Selbstständigkeit keinen festen Lohnbetrag, der jeden Monat sicher auf dem Konto landet. Als eigener Chef bekommt man das, was nach Abzug der fälligen Kosten noch übrigbleibt – je nach Auftragslage und Kundenandrang kann der eigene Lohn daher auch mal niedrig ausfallen. Gerade am Anfang werden die Gewinne stark schwanken und es dauert seine Zeit, bis man tatsächlich an einem Unternehmen verdient.

Selbstständige arbeiten oft auch am Wochenende. Foto: ©Africa Studio/Fotolia.com

Hohe Arbeitsbelastung: Gründer müssen meist deutlich mehr Arbeitsstunden leisten als Festangestellte. Immer wieder gibt es Termine oder andere Angelegenheiten, die außerhalb der offiziellen Arbeitszeiten erledigt werden müssen. Wochenenden bilden da leider keine Ausnahme und es kann vorkommen, dass auch die Nächte zum Arbeiten genutzt werden müssen, um die To-Do-Liste zu schaffen. Insgesamt bleibt Selbstständigen besonders am Anfang kaum Freizeit.

Keine soziale Absicherung: Bis auf ein paar Ausnahmen sind Selbstständige in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht pflichtversichert. Das heißt, sie können sich freiwillig rentenversichern. Generell müssen Selbstständige selbst für ihre soziale Absicherung sorgen. Das betrifft auch die Kranken- und Arbeitsunfähigkeitsversicherung.

Risiken für Startup-Unternehmen

Aller gründlichen Planung zum Trotz bleibt immer ein gewisses Restrisiko, das im schlimmsten Fall das Aus für ein Unternehmen bedeuten kann. Warum es letzten Endes doch nichts mit der Selbstständigkeit wird, kann verschiedene Ursachen haben:

Geldmangel: Die häufigste Ursache für das Scheitern eines Unternehmens ist Geldmangel. Wenn man als Gründer aufgrund falscher Berechnungen zu wenig Startkapital mit in das Unternehmen gebracht hat, kann es schon in der Anfangszeit problematisch werden, die anfallenden Ausgaben wie Fixkosten und Kundenrechnungen zu bezahlen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn zu wenig Fremdkapital über Investoren oder den Kredit akquiriert wurde. Oder aber die Geldreserven sind deswegen erschöpft, weil die Einnahmen zu gering ausfallen oder ganz fehlen.

Fehlende Erfahrung: Gründer sind oft noch sehr jung und haben nur wenig Erfahrung in Sachen Unternehmensführung. Das kann einhergehen mit fehlenden Qualifikationen, die für einen Firmenchef und den langfristigen Erfolg eines jeden Unternehmens unerlässlich sind. Auch Informationsdefizite und unzureichende Planungen spielen dabei eine Rolle.

Kein Interesse am Produkt: Es besteht leider keine Garantie, dass das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens auch das erwartete Interesse in der Gesellschaft weckt. Selbst wirklich gute, innovative Ideen müssen nicht zwingend gut angenommen werden. Das kann wiederum verschiedene Gründe haben, etwa ein unzureichendes Marketing oder wenn die Geschäftsidee ihrer Zeit voraus ist.

Foto/Thumbnail: ©Jirsak/Depositphotos.com

 


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