Private Altersvorsorge

Was ist ein Depot und wann lohnt es sich eines zu eröffnen?

Von Onpulson Redaktion
Am

In Zeiten, in denen die Rente nicht mehr sicher ist und Lebensläufe so »bunt« verlaufen, wie niemals zuvor, stellt sich für immer mehr Menchen die Frage, ob angesichts der radikalen Zukunftsoffenheit, eine Geldanlage nicht ein sinnvolles Investment, ja eine sinnvolle finanzielle Absicherung wäre. Dabei begegnet einem immer wieder das Stichwort der »Depoteröffnung«. Wir zeigen in diesem Beitrag, was es damit auf sich hat und was Sie bei einer Anlageentscheidung grundsätzlich bedenken sollten.

Eine betriebliche Altersversorge ist nicht mehr selbstverständlich und die staatliche Rente scheint aufgrund der wachsenden Bevölkerungsanzahl auch nicht sicher zu sein. Es lohnt sich also, über private Altersvorsorge nachzudenken. Foto: ©lightkeeper/Depositphotos.com

Vorab eine Faustregel: Jede Geldanlage ist prinzipiell risikobehaftet. Es ist eine Illusion, zu glauben, dass durch eine vernünftig durchdachte Anlageentscheidung so etwas wie eine Erfolgsgarantie zu erreichen sei. Ein Restrisiko ist niemals zu tilgen; die Gefahr von Verlusten ist ein ständiger Begleiter des Investors; ob und inwiefern eine Anlageentscheidung vernünftig ist, lässt sich immer erst im Nachhinein, also reflexiv beurteilen. Zwar lassen sich durch analytische Beobachtungen eine Reihe von Fehlinvestitionen sicherlich vermeiden, aber nie-mand kann einem garantieren, dass der Börsenkurs auch morgen unbehelligt weiter steigen oder doch zumindest die bisher erreichte Marke halten wird. Und niemand wird seine Hand dafür ins Feuer legen, dass das Unternehmen XY, von dem man Anteile erstanden hat und nun eine üppige Gewinnbeteiligung sich erhofft, auch morgen noch weiter vor sich hin prosperieren wird.

Kurzum: Die Praxis der Geldanlage hat etwas Paradoxes: Einerseits erhoffen sich die Anleger ja nachgerade eine gewisse Absicherung; andererseits müssen sie genau dafür wiederum Risiken in Kauf nehmen, die unter Umständen das genaue Gegenteil bewirken können. Insofern liegt es auf der Hand, dass das ein erfolgreiches Investmentgeschäft vor allem auf einem hohen Maß an Fachwissen und Erfahrung beruht. Anfänger sollten folglich nicht von »Null auf Hundert« einsteigen. Einen guten Einstieg für Investment-Anfänger bietet das sogenannte »Depot«.

Das Depot: Ein guter Einstieg ins Investmentgeschäft

Der Begriff »Depot« wird zumeist synonym mit dem des »Wertpapierdepots« verwendet. Das Wertpapierdepot ist im Wesentlichen ein Bankkonto, das ausschließlich für den Handel mit Wertpapieren eingesetzt wird. Handel meint hier den An- und Verkauf sowie die Übertragung der angekauften und verkauften Aktien. Zur Depotführung sind nur Bank- und Finanzinstitute berechtigt. Um ein Depot zu eröffnen, wird ein Depotvertrag zwischen Depotbank und dem Depotkunden abgeschlossen. Je nachdem, welche Ziele, Ressourcen und welche Risikobereitschaft ein Kunde mitbringt, wird das Depot entsprechend eingerichtet, wird eine Anlagestrategie ausgearbeitet und umgesetzt. Dafür nehmen die Depotbanken Depot- und Verwaltungsgebühren, auf die man bei der Eröffnung besonders achten sollte, da hier oftmals versteckte Kosten lauern. Die mit der Depotführung verbundenen Risiken trägt letztlich in jedem Fall der Kunde.

Vor der Depoteröffnung professionell beraten lassen

Wer sich ob einer Depoteröffnung nicht sicher ist und grundsätzlich damit ein Neuland betritt, sollte von der Möglichkeit Gebrauch machen, eine professionelle Vermögensverwaltung zu engagieren. Dies ist vor allem deshalb sinnvoll, da man so den Schlupflöchern, Tricks und Fehlern entgeht, die viele Depotbanken nachweislich praktizieren, um sich an der Ahnungslosigkeit ihrer Kunden zu bereichern und gegen die man als Laie praktisch chancenlos ist. Eine seriöse Vermögensverwaltung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sowohl auf eine methodisch-kontrollierte Analyse der individuellen Anlagechancen angesichts einer gegebenen Marktlage setzt als auch offen mit den gegebenen Risiken umgeht und diese eben nicht durch den Schleier einer pseudowissenschaftlichen Analyse zu kaschieren versucht.

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.