Wirtschaft & Politik

EU-Währungskommissar wirbt für Rettungsfonds-Aufstockung

Von Onpulson Redaktion
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EU-Währungskommissar Olli Rehn hat in Deutschland für die Aufstockung des Euro-Rettungsfonds geworben. "Der Rettungsfonds sollte 440 Milliarden Euro ausleihen können", sagte Rehn der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ, Donnerstagsausgabe).

Dafür gebe es verschiedene Möglichkeiten, so Rehn weiter. Diese würden rechtzeitig geklärt werden. Es sei in jedem Fall klar, dass alle Staaten daran beteilgt werden müssten. „Die AAA-Staaten dürfen die Last nicht allein tragen“, sagte er und reagierte damit auf die Kritik der auf der Ratingskala am besten beurteilten Länder der Eurozone. „Wir brauchen ein Gesamtpaket, es geht längst nicht nur um die EFSF (Euro-Hilfsfonds) oder den künftigen Krisenmechanismus ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus)“, betonte er.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) betonte in seiner Rede vom Mittwochabend erneut, dass „Solidarität keine Einbahnstraße“ sei, die nur von den sechs AAA-Euroländern erwartet werden könne. Gleichzeitig verwehrte sich Schäuble gegen gemeinsame Anleihen der Euroländer – trotz der erfolgreichen Ersplatzierung der Rettungsfonds-Anleihe. Der Mechanismus unterschiedlich hoher Zinssätze für die einzelnen Euro-Staaten dürfe nicht ersatzlos durch eine Vergemeinschaftung des Zinsrisikos außer Kraft gesetzt werden, sagte der CDU-Politiker. „Auch nicht in Form von Euro-Bonds.“

(BörseGo)

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