Finanzen

5 Möglichkeiten für Ihre Startup-Finanzierung

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Sie können beispielsweise mit Wettbewerben ein Teil Ihres Startups mitfinanzieren. Foto: ©everythingposs/Depositphotos.com

1. Crowdfunding

Um sein neu erfundenes Produkt oder seine Dienstleistung zu verkaufen, muss man die Zielgruppe dafür begeistern können. Doch sein Talent zum Anpreisen kann man auch anderweitig verwenden: Startkapital für ihr Venture sammeln viele Startups auch, indem sie über Crowdfunding-Plattformen Unterstützer für ihr Business gewinnen. Einen Schritt weiter geht das Crowd-Investing. Hier beteiligen sich die Begeisterten sogar anteilig an dem Unternehmen und profitieren davon, wenn die Idee aufgeht.

2. Kredite aufnehmen und aufstocken

In der derzeitigen Phase der Hochkonjunktur dürfte es kein Problem sein, für eine solide Geschäftsidee einen Kredit zugesprochen zu bekommen. Zusätzlich sorgt die Niedrigzinsphase dafür, dass die Konditionen so verlockend sind wie nie. Vor einem Kredit sollte man deshalb nicht zurückschrecken – man sollte nur die vorhandenen Angebote sorgfältig vergleichen und die Chancen gegen die Risiken abwägen. Das geliehene Geld reicht doch nicht? Kein Problem, bei den meisten Banken und Geldinstituten, wie etwa der DKB, kann man ohne größeres Aufhebens seinen Kredit aufstocken. Dies ist eine sehr bewährte Option, wenn man unerwartet Engpässe in der Startup-Finanzierung feststellt. Das Aufstocken eines bestehenden Kredites bewahrt davor, einen neuen Kredit aufzunehmen – ein Prozess, der viel Mühen kosten kann. In der Regel fragt man bei der gleichen Bank an, wenn man einen Kredit aufstocken möchte – es lohnt sich aber durchaus, auch andere Angebote zum Vergleich zu recherchieren.

3. Wettbewerbe

Immer wieder ein beliebtes Mittel, um an eine Finanzspritze zu kommen, sind Wettbewerbe. Contests, wie GründerChampions oder BayStartUP, bieten jungen Unternehmern die Gelegenheit, ihre Ideen einem Publikum zu präsentieren und gegebenenfalls mit einem Scheck nach Hause zu gehen. Oft sind Wettbewerbe auch auf bestimmte Branchen oder Geschäftsideen ausgeschrieben – man sollte sich daher genau informieren, ob es für die eigene Nischenidee interessante Anlässe gibt.

4. Staatliche Fördermittel

Der Staat hat Interesse daran, dass Innovationen vorangetrieben werden. Es gibt daher ein nicht allzu bescheidenes Kontingent von staatlichen Fördermitteln, die an die überzeugendsten Bewerber vergeben werden. Meistens handelt es sich dabei um Darlehen zu ausgesprochen guten Konditionen – Nachteil ist nur, dass der Bewerbungsprozess viel Zeit in Anspruch nehmen kann, vor allem, wenn man sich bei mehreren bewirbt, um die Chancen auf Förderung zu erhöhen. Extra Tipp: Nicht nur in Deutschland, auch europaweit werden Programme angeboten. Es lohnt sich daher, auch auf kontinentaler Ebene zu suchen.

5. Peer-to-Peer-Lending

Eine Hand wäscht die andere – das geht auch im Startup-Business so. Beim Peer-to-Peer-Lending stellen meist erfahrenere Startup-Gründer der neuen Generation Privatkredite aus. Der Vorteil: Sogenannte Peers haben häufig größeres Verständnis für die Höhen und Tiefen der ersten Gründungsphasen und können darauf auch in den Verträgen Rücksicht nehmen. Außerdem können sie auch mit Fachwissen helfen – und das ist häufig mehr wert als jeder Kredit.

Wenn Neugründungen scheitern, ist daran häufig nicht eine unausgereifte Idee schuld – sondern ein Mangel an finanzieller Planung und Know-How. Es gilt deshalb unbedingt, die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Finanzierung auszuloten und sie zum eigenen Vorteil zu nutzen. Nur dann kann man das eigene Geschäft über die Anfangsphase hinaus bringen.


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