Asset-Management

Welche Geldanlagen sollten Unternehmen für ihre Liquidität nutzen?

shirotie

Unternehmen mit zusätzlicher Liquidität sollten ihr Geld intelligent anlegen und ihre Fremdfinanzierung einschränken. Foto: ©shirotie/Depositphotos,com

Dabei gibt es zahlreiche lukrative Optionen, die für ein Unternehmen weitaus ertragreicher sind, als das Geld einfach auf dem Konto verstauben zu lassen. Dieser Artikel stellt vor, wie Unternehmen Liquidität kurzfristig oder langfristig anlegen können, um ihren Gewinn daraus zu maximieren.

Fremdfinanzierung zurückschalten

Viele Firmenkonten laufen auf einen Kontokorrentkredit, für den jährlich bis zu zehn Prozent Zinsen fällig werden können. Wer liquide ist, kann dem besser aus dem Weg gehen: Die zusätzlichen Zahlungsmittel können dafür eingesetzt werden, weniger Kontokorrentkredite aufzunehmen und damit die kurzfristige Fremdfinanzierung zurückzuschalten. Netter Nebeneffekt: Das Rating des Unternehmens verbessert sich automatisch, was insbesondere börsennotierten Unternehmen einen Vorteil bringt.

Forex, Aktien & Co.: Vor längerfristigen Anlagen nicht zurückschrecken

Auch anlegen kann man sein Geld in die unterschiedlichsten Projekte, die mit einer soliden Strategie nach und nach Gewinn abwerfen. Das funktioniert auch mit relativ geringen Summen, sodass man nicht seine gesamte Liquidität auf einmal investieren muss. Die Möglichkeit zu hohen Umsätzen bei niedrigen Einsätzen ist einer der Gründe, warum man Forex traden sollte und warum auch Unternehmen diese Gelegenheit nicht an sich vorbeiziehen lassen sollten. Wichtig dabei ist, dass man seine Investments in die Hände von Experten gibt – es sei denn, man kennt sich selbst besonders gut mit Devisenhandel aus und traut es sich zu, Gelder seiner Firma in Trades zu verwalten. Die Volatilität der Märkte birgt andernfalls ein zu hohes Risiko, erhebliche Verluste zu machen. Insgesamt handelt es sich bei Anlagen in Aktien oder Forex-Geschäfte um längerfristige Projekte, die mit mindestens einem Jahr Laufzeit geplant werden sollten – sonst sind die erwirtschafteten Gewinne nicht nennenswert.

Auf Nummer Sicher: Tages- oder Festgeldkonto

Ein Tages- oder Festgeldkonto zu eröffnen und hier das überschüssige Einkommen für einen gewissen Zeitraum zu parken, ist wohl die sicherste Methode, das Geld zu verwalten. Das Verlustrisiko ist gering und beim Tagesgeldkonto ist das Geld auch praktisch sofort verfügbar, wenn man es doch eher brauchen sollte als gedacht. Der Nachteil: Diese Anlagemöglichkeiten bieten nur sehr geringe Gewinnspannen, da insbesondere beim Tagesgeldkonto das Zinsniveau nicht hoch genug ist. Je nach Kontonutzungsgebühr könnte die Anlage sogar zur Nullsumme werden, denn solange das Geld nicht länger als zwölf Monate auf dem Festgeldkonto liegt, werden nur Zinsen in Höhe von 0,5 Prozent ausgezahlt. Festgeldkonten von Unternehmen haben allerdings selten eine Laufzeit länger als 6 Monate, da man schwer absehen kann, ob auch nach zwei Quartalen der Umsatz so hoch ist, dass man die Liquidität nicht anrühren muss.

Die steigenden Zahlen auf dem Konto in einer Phase der Hochkonjunktur sind daher nur dann ein Grund zur Freude, wenn man als Unternehmer auch weiß, wie man sie klug weiterinvestiert und damit das Geld für zusätzliche Gewinne instrumentalisiert. In jedem Fall gilt der Grundsatz: Je höher die Eigenfinanzierung ist, desto höher ist das Rating – sie sollte deshalb bei jeder Anlage im Fokus stehen.


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