E-Business

Internetradio: UKW-Sender behaupten sich im Netz

Von Onpulson Redaktion
Am

32 Prozent der 14- bis 59-jährigen Internetnutzer in Deutschland hören über das Internet Radio. Besonders bei den Jüngeren im Alter zwischen 14 und 29 Jahren ist das Radiohören im Internet beliebt. 45 Prozent dieser Altersgruppe rufen über das Internet Radioprogramme auf. Neun Prozent hören sogar täglich via Web.

Am häufigsten werden Internet-Radiosender über den Personal Computer gehört. Nur wenige nutzen spezielle Empfangsgeräte wie WLAN- oder IP-Radio für internetbasierte Radiosender. Internetfähige Handys werden ebenfalls noch eher selten für den Radioempfang genutzt, erfreuen sich aber bei den Jüngeren bereits deutlich höherer Beliebtheit als bei älteren Onlinern.

Wer im Internet Radio hört, schätzt dort die Hörfunksender, die auch über UKW, Kabel oder Satellit empfangen werden können. Die von den Webradiohörern genannten Lieblingssender im Internet sind zu 80 Prozent Sender, die auch über einen anderen Empfangsweg als das Internet gehört werden können, sogenannte Simulcast-Sender. Aber auch Radiosender, die ihr Programm ausschließlich über das Internet ausstrahlen, erreichen im Netz ihr Publikum. Immerhin zehn Prozent der angegebenen Lieblingssender der 14- bis 59-jährigen Webradiohörer sind solche singulären Webradios. Wie beim UKW-Radio sind es vor allem die Jüngeren, die häufiger Angebote jenseits des Mainstreams mögen. So sind in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen 14 Prozent der genannten Lieblingssender singuläre Webradios – also deutsche Radiosender, die nur über das Internet empfangbar sind, inklusive der „Ableger“ von UKW-Sendern.

Bei Internetradio werden gerne neue Sender ausprobiert

„Die UKW-Sender können im Internet von ihren starken Marken profitieren. Bei der unüberschaubaren Anzahl und Vielfalt an Radioangeboten im Netz bieten die „offline“ bekannten Sender bewährte Qualität und ersparen die aufwändige Suche nach dem richtigen Programm“, sagt Wolfgang Werres, Geschäftsführer TNS Infratest. „Die Generation der „Digital Natives“ nutzt die riesige Auswahl im Internet mit größerer Selbstverständlichkeit und probiert häufiger auch neue, nicht aus dem UKW bekannte, Sender aus. Hier haben sich Webradio-Angebote wie Technobase oder Last FM schon sehr gut etabliert.“

Auch sonst ähneln sich die Gewohnheiten beim online und offline Radiohören: Sender, die Pop- und Rockmusik spielen, sind in allen Altersklassen beliebt. Jüngere mögen außerdem Sender mit speziellerer Musikausrichtung wie Techno, Black Music oder HipHop. Sender mit Schwerpunkt Information werden erst ab der Altersgrenze 30 Jahre interessant, für Schlager und Oldies schalten häufiger die Älteren das Radio ein.

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.