E-Commerce

6 Erfolgsfaktoren für einen gut laufenden Onlineshop

Wer Erfolg mit seinem Onlineshop haben möchte, sollte für einen ausgewogenen und zielgruppengerechten Marketing-Mix sorgen. Bildrechte: Flickr AlphaLab Fall 2017 AlphaLab Startup Accelerator CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten.

1. Das richtige Sortiment wählen

Fakt ist: Der Konkurrenzkampf im Onlinehandel ist ungleich größer als im stationären Geschäft. Plötzlich konkurriert ein kleiner Teeladen nicht mehr nur mit dem örtlichen Supermarkt, sondern mit einer Vielzahl riesiger Anbieter wie Amazon, wo Kunden nahezu alles andere finden, eben auch Tee. Dieser Befund ist aber längst noch kein Grund, den Ein- oder Umstieg ins E-Business nicht zu wagen! Wer ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment führt, das für die Zielgruppe relevant ist, muss die Konkurrenz mit den Big Playern nicht scheuen. Besonders wer sich seine eigene Nische schafft, die Produkte gut bebildert sowie intelligent und kreativ betextet, hat gute Chancen.

2. Website-Usability: Gutes Design und eine übersichtliche Navigation bereitstellen

Doch das beste Produkt nützt wenig, wenn Kunden es kaum im Shop auffinden. Daher muss der nächste Schritt sein, die Usability der Website zu optimieren. Hier lohnt es sich, nicht allzu sehr zu experimentieren. Stattdessen reichen für den Anfang auch bewährte Vorlagen, die bei den meisten Shopsystemen bereits implementiert sind. Für den individuellen Anstrich kann man sich auch von Usability-Spezialisten beraten lassen oder sich nach Best Practices umschauen. Für eine erste Orientierung kann schon ein Blick in bewährte Onlineshops reichen. Wie auf dieser Kategorieseite mit Penhaligon’s-Produkten zu sehen, sind bei easyCosmetic beispielsweise alle wichtigen Filterfunktionen schnell auffindbar auf der linken Seite positioniert. Das macht es Kunden leicht, genau das Produkt der jeweiligen Marke zu finden, das sie wirklich suchen. Usability ist damit die Grundlage für eine gute User Experience (UX). Die einwandfreie Bedienbarkeit des Shops wird zum Grundstein eines guten Einkaufserlebnisses.

3. Marketing: Auf einen Marketing-Mix aus SEO, analogem und digitalem Marketing setzen

Ein erfolgreicher Onlineshop setzt auf einen ausgewogenen und zielgruppengerechten Marketing-Mix. Wer mit einem Ladengeschäft angefangen hat, könnte zunächst durch analoge Maßnahmen (Flyer, Gutscheine etc.) auf den Start des Onlineshops oder spezielle Online-Angebote aufmerksam machen. Darüber hinaus sind aber auch digitale Kanäle wichtig: Ein Facebook-Auftritt, spannende und regelmäßig erscheinende Instagram-Posts oder Newsletter können helfen, bestehende Kunden zu binden oder neue zu gewinnen. Nicht zuletzt sollte man auf SEO (Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Suchmaschinenwerbung) setzen: Kurzfristig bringt SEA, das heißt gekaufte Anzeigen in Suchmaschinen, viel Website-Traffic – allerdings zu einem im Vergleich zu SEO-Maßnahmen tendenziell höheren Preis. Letztere lohnen sich somit laut E-Commerce-Spezialist Matthias Thürling auch, „um langfristig die Werbekosten zu senken“. Kurz gesagt: Ziel sollte sein, einen guten Mittelweg zu finden. Denn ohne Suchmaschinenpräsenz auf den vorderen Plätzen der Suchergebnisseiten oder in den darüber gelisteten Anzeigen geht es kaum. Immerhin halten ganze 72 Prozent der Konsumenten Suchmaschinen für vertrauenswürdig (wir berichteten).

4. Service und Lieferung: Verlässliche Partner wählen und pünktliche Lieferungen vorbereiten

Wichtiger Bestandteil des Online-Einkaufes ist ein reibungsloser Ablauf. Müssen Kunden zu lange auf ihre Lieferung warten, entsteht schnell Frust. Noch ärgerlicher ist es, wenn die Ware schlecht verpackt, kaputt oder unvollständig beim Kunden ankommt. Daher sollten Lieferungen sorgfältig vorbereitet und gute Versanddienstleister ausgewählt werden. Sollte doch mal etwas schiefgehen, ist guter Service und Kulanz wichtig, um Kunden zu behalten. Hierfür sollte man gut per Telefon, Mail und/oder Chat erreichbar sein.

5. Vertrauen durch Gütesiegel herstellen

Im Internet treiben Kriminelle mit unzähligen Fakeshops ihr Unwesen. Die Masche: Mit scheinbar seriösen Onlineshops Geld kassieren, ohne die entsprechende Ware zu verschicken. Der berechtigten Skepsis vieler Neukunden kann man mit Gütesiegeln und Zertifikaten wie dem von Trusted Shops  begegnen. Sie schaffen shopübergreifend Sicherheit und Vertrauen.

6. Bezahlung und Check-out durch nutzerfreundliche Zahlungsmethoden vereinfachen

Bei den Bezahlmethoden und dem Check-out kommt es auf Vielfalt und Kundenfreundlichkeit an. Denn insgesamt zwei Drittel aller deutschen Onlinekäufer brechen den Kaufvorgang ab, wenn die gewünschte Zahlart nicht zur Verfügung steht, der Bezahlvorgang zu kompliziert ist bzw. nicht funktioniert oder wenn das Verfahren nicht vertrauenswürdig erscheint. Vor allem sollte man darauf verzichten, nur Überweisungen als einzige Zahlungsoption anzubieten – diese haben sich als beliebtes Werkzeug von Fakeshop-Betreibern etabliert. Mehr Vertrauen schafft man beispielsweise mit PayPal, dem Bezahlen per Nachnamen oder der Kreditkartenzahlung.

 


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