Wirtschaft & Politik

Munich Re rutscht in die Verlustzone

Von Onpulson Redaktion
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Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re ist im ersten Quartal 2011 wegen der Naturkatastrophen in Japan, Australien und Neuseeland tief in die Verlustzone gerutscht. Das Ergebnis werde "deutlich negativ ausfallen", sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiter mit einem Gewinn, Bomhard machte aber keine Angaben zur Höhe. Die Preise im Rückversicherungsgeschäft dürften angesichts der zahlreichen Großschäden steigen, erwartet die Munich Re. Für das erste Quartal rechnet die Munich Re mit einer Großschaden-Belastung von 2,7 Milliarden Euro und damit gut 14-mal so viel wie im langjährigen Durchschnitt. Auf das Erdbeben und den Tsunami in Japan sollen davon 1,5 Milliarden Euro entfallen. Munich Re legt den Zwischenbericht für das erste Quartal 2011 am 9. Mai 2011 vor.

Ende März hatte die Munich Re ihr bisheriges Gewinnziel von 2,4 Milliarden Euro gekippt. Den Aktienrückkauf will Munich Re wegen der gestiegenen Kostenbelastung zunächst nicht wieder aufnehmen, auch wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung einem Aktienrückkauf von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zustimmen sollen. Bis zum 12. April wurden Aktien im Wert von einer Milliarde Euro zurückgekauft.

(BörseGo)

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