Marketing & Vertrieb

35 Prozent der Bundesbürger lehnen Werbung von Finanzdienstleistern generell ab

Von Onpulson Redaktion
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Sechs von zehn Bundesbürgern haben im vergangenen Jahr von Banken und Versicherungen Werbung für deren Finanzprodukte erhalten, ohne den Anbietern ihr Einverständnis dafür gegeben zu haben. Diese Informationspolitik sorgt für Unmut: Fast drei Viertel von den unfreiwillig per Post, E-Mail oder Telefon kontaktierten Personen ärgern sich über solche Werbeaktionen.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.000 Personen aus Deutschland im Auftrag der Beratungsgesellschaft KWF Business Consultants. 35 Prozent der Bundesbürger möchten zudem unter gar keinen Umständen werblich von Finanzdienstleistungsunternehmen kontaktiert werden. Und auch eine bestehende Kundenverbindung ist längst kein Freibrief. So würden es nur 37 Prozent der Befragten einer Bank oder Versicherung erlauben, sie mit Werbung zu kontaktieren, nur allein weil sie bereits Kunde des Unternehmens sind. Jeder fünfte Deutsche wäre immerhin dann für Werbung offen, wenn er entweder den Kontaktkanal (Telefon, E-Mail, soziale Netzwerke, etc.) oder den Kontaktgrund (z.B. Ablauf einer Kündigungsfrist) vorab bestimmen könnte. Neben der bei vielen Kunden durch Werbeaktionen ausgelösten Verärgerung riskieren Banken und Versicherer zusätzlich den Konflikt mit dem geltenden Recht, und zwar dann wenn die Werbung nicht nur unerwünscht, sondern sogar unerlaubt war. Dürfen laut Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) personenbezogene Daten doch nicht ohne vorherige Einwilligung des Betroffenen verwendet werden.

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