Ein Muss für Gründer

6 hilfreiche Tipps für effizientes Ressourcenmanagement

Von Onpulson Redaktion
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Ressourcen sind endlich und sollten insbesondere von Gründern gut geplant und eingesetzt werden, um effizient und langfristig erfolgreich zu wirtschaften. Wir haben sechs hilfreiche Tipps für Start-ups gesammelt.

Jeder Umsatz und jeder Gewinn muss von einem Unternehmer oder Freelancer hart erarbeitet werden – es gilt die Regel: Wird nicht gearbeitet, fließt auch kein Geld. Das Thema Sparen ist daher auch für Selbstständige von großer Bedeutung, denn gerade in der Anfangsphase eine Unternehmens gilt es, viele Anschaffungen zu tätigen. Im Angesicht der Tatsache, dass Einzelunternehmer nur sehr schwer einen Kredit bekommen, ist der kluge Einsatz vorhandener Ressourcen umso wichtiger. Das beginnt bei nötigen Anschaffungen und hört bei den Steuern noch lange nicht auf. Hier sind unsere erprobten Tipps, unter denen der Geschäftsbetrieb natürlich nicht leidet.

1. Die Wahl der richtigen Geschäftsform

Mit der Wahl der richtigen Geschäftsform können Gründer eine Menge Geld sparen und sollten sich hier ausführlich beraten lassen. So müssen Freiberufler etwa keine Gewerbesteuer zahlen und bei einer GmbH kann unter bestimmten Umständen das Teileinkünfteverfahren zur Anwendung kommen. Das bringt eine Steuerfreistellung von 40 Prozent mit sich. Zudem kann das Geschäftsführergehalt abgesetzt werden – alles Punkte, die es zu bedenken gilt.

2. Büroräume müssen nicht teuer sein

Natürlich möchte man als Unternehmer eine „gute“ Adresse auf seine Visitenkarten drucken lassen. Dafür müssen die Kosten nicht unbedingt besonders hoch sein. Einerseits gibt es Mietbüros, die nur zu dem Zweck existieren, als Sitz angegeben zu werden (Post- und Telefondienste sind oft inklusive), andererseits ist auch das Sharing eines schönen Büros eine gute Möglichkeit, um ordentlich zu sparen. Für einen Freelancer, der auf ein Büro nicht angewiesen ist, sind die überall aus dem Boden schießenden Co-Working Spaces ebenfalls ein idealer Platz zum Arbeiten. Hier gibt es tolle Hardware, sehr guten Kaffee und andere Gründer, deren kreative Energie ansteckend sein kann. Eine Übersicht der wichtigsten Co-Working-Space Anbieter in den größten deutschen Gründerstädten zeigt Ihnen die Auflistung des Gründermagazins „StartingUp“.

3. Die Hardware

Leistungsstarke IT-Geräte sind für einen erfolgreichen Unternehmensstart unverzichtbar, doch die erforderliche Investition ist immens. Gründer können dann das Angebot sogenannter „refurbished“ Geräte unter die Lupe nehmen, bei denen sich ein Großteil der Kosten sparen lässt. Es handelt sich hier um gebrauchte und wieder aufbereitete Geräte, die sogar Garantie haben.

Eine andere Variante ist das IT-Outsourcing. Dabei bekommt man Geräte gestellt, für die nur eine geringe monatliche Gebühr anfällt. Sie werden vom Anbieter gewartet und aktualisiert, sodass man immer auf dem neusten Stand ist. Das Schöne: Diese Dienstleistung ist skalierbar, sodass die Hardware an die wachsenden Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden kann.

4. Software, Handyverträge und Gadgets

Neben der Hardware im Büro benötigt man natürlich auch viele weitere „Kleinigkeiten“ wie Software, Datenvolumen für das Handy oder gleich einen neuen Vertrag und Gadgets, die etwa als Werbegeschenke zum Einsatz kommen können.

Auch in diesem Bereich muss man keine hohen Kosten ausgeben, wenn man die Preise stets vergleicht und so die besten Angebote für sein Unternehmen herausziehen kann. Hierfür eignen sich z.B. Portale wie www.mein-deal.com, auf welcher es einerseits redaktionell ausgesuchte Schnäppchen aus den verschiedensten Bereichen, und andererseits auch Tipps von Usern gibt.

5. Sparen bei den Steuern

Zunächst einmal muss gegründet, investiert und verdient werden, dann bekommt der Fiskus seinen Teil ab. Und der ist nicht gerade unerheblich. Doch mit ganz legalen Tricks kann man hier ebenfalls deutlich sparen. Hier ist eine kleine Auswahl an Möglichkeiten.

Die Buchhaltung allein machen – oder mindestens gründlich vorbereiten

Die erste Person, die an der Steuererklärung verdient, ist der Steuerberater selbst. Natürlich ist seine Dienstleistung unverzichtbar, besonders wenn es um die beratende Funktion geht. Doch man sollte ihm nicht den sprichwörtlichen Schuhkarton mit unsortierten Quittungen und Belegen auf den Schreibtisch stellen, denn dann wird die Buchhaltung richtig teuer. Es gibt heute einfach zu bedienende und leistungsstarke Software auf dem Markt, mit der sich die Themen Buchhaltung und Steuern fast wie von selbst erledigen.

Die Istversteuerung wählen

Jeder Unternehmer, der umsatzsteuerpflichtig ist, unterliegt in der Regel der Sollversteuerung. Dabei muss die Mehrwertsteuer aus erstellten Rechnungen gleich nach deren Erstellung an das Finanzamt abgeführt werden. Die Istversteuerung bringt mehr Liquidität, denn dann muss die Steuer erst dann gezahlt werden, wenn der Kunde die Rechnung auch beglichen hat.

Die Kleinunternehmer-Regelung in Anspruch nehmen

Kleine Unternehmen mit einem Umsatz von unter 17.500 bzw. 50.000 Euro können die Kleinunternehmer-Regelung in Anspruch nehmen. Sie befreit von der Verpflichtung, Umsatzsteuer abzuführen. Allerdings kann die Vorsteuer von getätigten Anschaffungen dann auch nicht geltend gemacht werden. Doch sollte man seine Preise auch als Kleinunternehmer stets so kalkulieren, als würde die Umsatzsteuer zu zahlen sein, auch wenn man sich dann nicht durch niedrigere Preise einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Denn sobald man die Umsatzgrenze überschritten hat, fällt die Steuer auf jeden Fall an. Dann müssen die Preise ohnehin angepasst werden und der Gewinn schrumpft.

6. Sparen bei der Krankenversicherung

Als Selbstständiger hat man die freie Wahl, was die Krankenversicherung betrifft. Eine gesetzliche oder private Kasse ist die Option. Allerdings sollte man hier genau vergleichen und sich beraten lassen. Denn eine PKV ist zu Beginn zwar häufig deutlich günstiger, der Wechsel zurück in die GKV ist aber nur sehr schwer möglich. Zudem steigen im Alter die Beiträge, was zu einer großen Belastung werden kann.

Foto/Thumbnail: ©roobcio/Depositphotos.com

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