Wirtschaft & Politik

MAN lehnt VW-Übernahme-Angebot ab

Von Onpulson Redaktion
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Wie zu erwarten war, hat der Lastwagenhersteller MAN das Übernahmeangebot von Volkswagen (VW) über 95 Euro je Aktie als zu niedrig abgelehnt. Nachdem VW Ende Mai seinen MAN-Anteil auf 30 Prozent aufgestockt hatte, mussten die Wolfsburger ein Pflichtangebot vorlegen.

Wie jedoch MAN-Vorstand und -Aufsichtsrat in einer Stellungnahme vom Dienstag mitteilte, sehe der Dax-Konzern jedoch weiterhin „die industrielle Logik“ in dem von VW geplanten Zusammenschluss von MAN und Scania, der schwedischen VW-Lastwagen-Tochter. Diese Lastwagen-Allianz soll unter dem Dach des VW-Konzerns stattfinden. Von einer solchen Fusion erhoffen sich MAN-Vorstand und –Aufsichtsrat „beträchtliche Synergien im Bereich der Beschaffung und längerfristig auch in den Bereichen Entwicklung und Produktion“. Und obwohl in der Sache Einigkeit zu herrschen scheint, ist der Plan in den vergangenen Jahren nicht zur Umsetzung gelangt. Bremsklötze wie beispielsweise die Abwicklung der Korruptionsaffäre um Ferrostaal, in die MAN verwickelt ist, müssten zuerst abgewartet werden. Dennoch befindet sich VW nun auf stetem Zielkurs. Die Frist für das Pflichtangebot, das nur knapp über dem Börsenkurs lag, läuft Ende Juni aus. Gleichzeitig wurde bereits eine kartellrechtliche Prüfung einer möglichen Fusion der beiden Lastwagenbauer eingeleitet, deren Ergebnis für die zweite Jahreshälfte erwartet wird. Sollte die Prüfung positiv verlaufen, stünde den Wolfsburger Plänen nichts mehr im Wege.

(BörseGo)

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