Wirtschaft & Politik

S&P: „Kreditengpass in Europa wahrscheinlicher als in USA“

Von Onpulson Redaktion
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Standard & Poor’s (S&P) hat am Donnerstag vor möglichen Kreditengpässen in Europa gewarnt. In den USA sei die Gefahr nicht so groß, so die Einschätzung. Die Ratingagentur sieht durch die strengere Regulierung von Kreditinstituten und Versicherern die Liquiditätsversorgung gefährdet.

Die europäischen Unternehmen würden durch die Regulierung stärker tangiert werden als die Firmen in den USA, da eine größere Abhängigkeit von der Bankenfinanzierung bestehe. Man sehe insgesamt die Gefahr, dass sich die Kredite verteuern könnten. S&P geht davon aus, dass die Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel III) sowie die Bestimmungen für die Versicherer (Solvency II) ab dem Jahr 2013 zu höheren Kreditkosten in Europa von jährlich 30 bis 50 Milliarden Euro führen könnten. Für die USA gehe man von Belastungen in Höhe von bis zu 14 Milliarden US-Dollar aus. Man erwarte daher, dass europäische Firmen den Kapitalmarkt verstärkt als Finanzierungsquelle anzapfen werden, um die Abhängigkeit vom Bankensektor zu reduzieren.

(BörseGo)

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