Wirtschaft & Politik

Diskussion um Banken-Neuordnung hält an

Von Onpulson Redaktion
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SPD-Chef Sigmar Gabriel eckt mit seiner Forderung nach einer Aufspaltung der Banken bei der Regierungskoalition an. "Wir brauchen keine Holzhammervorschläge, sondern eine bessere Regulierung", sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, der "Frankfurter Rundschau" vom Montag.

Es komme vielmehr darauf an, das Bankensystem krisenfest zu machen. Gabriel hatte angesichts einer neuen Bankenkrise eine Trennung von Investmentbanking und Geschäftsbanken ins Spiel gebracht. Die Banken müssten wieder „zu Dienern der Realwirtschaft“ werden, sagte er am Wochenende dem „Der Spiegel“. Am Montag konkretisierte Gabriel im Deutschlandfunk, es gehe ihm nicht um eine reine Zerschlagung der Banken. Allerdings müsse man die Investment- von den Geschäftsbanken trennen. Nur so könne die Politik verhindern, dass wenn Spekulationen schiefgingen, immer gleich die Sparkonten dran glauben müssten oder Geschäftsbanken dann kein Geld mehr hätten, um der mittelständischen Wirtschaft Kredite zur Verfügung zu stellen.

Der frühere Linken-Parteichef Oskar Lafontaine forderte in der „Passauer Neuen Presse“ vom Montag, das Bankensystem müsse durchgreifend öffentlich-rechtlich organisiert werden. „Wir brauchen Sparkassen statt Zockerbuden.“ In der Finanz- und Eurokrise könne es keine wirkliche Rettung geben, „wenn wir nicht radikal umsteuern“, so Lafontaine.

(BörseGo)

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