7 Tipps, wie Sie am Arbeitsplatz körperlich fit bleiben
Work-Health-Balance

7 Tipps, wie Sie am Arbeitsplatz körperlich fit bleiben

Von Carolin Fischer
Am

Das Arbeitsleben fordert viel von unserem Organismus. Vor allem stundenlanges Sitzen am PC belastet unsere Muskulatur und erfordert einen Ausgleich. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wie Sie ihren Körper in Schwung halten und damit Rückenproblemen, Angespanntheit und Konzentrationsstörungen effektiv entgegenwirken.

1. Achten Sie auf eine ausgewogene, leichte Ernährung

Der Verdauungsvorgang schwerer, fettiger Speisen verlangt dem Körper zusätzlich zum Arbeitseinsatz alles ab. Nicht selten überkommen Sie Müdigkeit und Sie fühlen sich abgeschlafft. Zugleich setzen sich durch die kalorienreiche Kost leicht überflüssige Pfunde an, welche Ihrer Gesundheit schaden. Achten Sie während der Arbeitszeit darauf, sich bewusst zu ernähren. Vitaminreiche Obst- und Gemüsesalate und kleine Snacks in Form von Nüssen oder Trockenfrüchten geben dem Körper den nötigen Energie-Boost und stärken gleichzeitig das Immunsystem. Manchmal bekommt man auch am Arbeitsplatz Heißhungerattacken. Dagegen hilft ein zuckerfreies Kaugummi oder ein paar Löffel Naturjoghurt.

2. Legen Sie regelmäßig Pausen ein

Wer stundenlang am Schreibtisch sitzt, sollte gezielt darauf achten, sich ausreichend zu bewegen. Kleine Bewegungseinheiten lassen sich in wenigen Minuten zwischen zwei Arbeitsaufträge schieben und helfen dem Körper dabei sich zu lockern und neu zu mobilisieren. Dies kann durch einen Gang zum Kopierer oder zum Kaffeeautomaten passieren. Manchmal hilft auch ein kurzer Gedankenaustausch mit Kollegen im Nachbarbüro. Wenn Sie in der Mittagspause nach dem Essen etwas Zeit haben, gehen Sie ruhig noch ein paar Minuten an die frische Luft und laufen Sie ein paar Schritte. Dies lenkt ab und gibt neue Energie.

3. Gezielte Dehn- oder Entspannungsübungen

Wenn Sie beispielsweise ein unangenehmes Ziehen im Rücken beim Aufstehen vom Arbeitsplatz spüren, sollten Sie in Ihren Arbeitsablauf Dehnübungen einbauen. So können Übungen gegen Rückenschmerzen schnelle Abhilfe schaffen.  Auch eine kleine Meditation zur Entspannung können Sie im Büro machen, wie beispielsweise die 60-Sekunden Meditation. Bei dieser beobachten Sie eine Minute lang nur den Sekundenzeiger Ihrer Uhr und zählen dabei nicht die Sekunden. Hierbei können Sie mental abschalten. Wichtig ist, dass sie dadurch abgelenkt sind und nicht über Ihren Arbeitsalltag grübeln. Denn all diese Übungen haben eins gemeinsam: sie bauen Stress ab und fördern die Konzentration.

4. Atmen Sie tief durch

Auch die richtige Atemtechnik trägt dazu bei, Verspannungen zu lösen und Stress abzubauen. Der Trick ist es, von der flachen Brustatmung, bei der nur ein Teil des Lungenvolumens ausgenutzt wird, regelmäßig auf die bewusste Zwerchfellatmung umzusteigen. Bei der Atemübung sollte darauf geachtet werden, dass sich die Bauchdecke hebt und senkt, während der Brustkorb wenig arbeitet. Beobachten Sie mal Babies: sie atmen, da sie noch frei von Stress sind, aus dem Bauch heraus. Mit dieser Art zu Atmen tanken Sie ein belebendes Extra an Energie, um wieder richtig durchstarten zu können.

5. Achten Sie auf Ihre Haltung

Viele Verspannungen und Rückenprobleme entstehen durch eine falsche Haltung am Arbeitsplatz. Beim Sitzen sollte die Wirbelsäule die natürliche S-Form einnehmen können. Diese wird begünstigt, wenn das Gesäß ganz auf der Sitzfläche aufsitzt, das Becken leicht nach vorne kippt und der Brustkorb bei gestrecktem Hals aufrecht ist. Auch das sogenannte dynamische Sitzen, bei dem regelmäßig die Sitzposition leicht geändert wird, kann bei langem Sitzen Wunder wirken, da es die Blutzirkulation begünstigen und gestresste Muskelpartien entlastet. Gymnastikbälle im Büro galten zwar früher als schick, doch ihr Einsatz im Büro ist umstritten, und man sollte nur ein paar Minuten am Tag darauf sitzen.

6. Binden Sie Ihren Arbeitgeber ein

Auch dem Arbeitgeber ist daran gelegen, die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu fördern. So kann Hygiene am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle spielen – beispielsweise sollten Arbeitgeber Richtlinien hierfür entwickeln. Weitere, gezielte Vorschläge zur Verbesserung des Arbeitsumfeldes können Ihre persönliche körperliche Gesundheit fördern. Es liegt in der Hand des Arbeitgebers, gesundes Essen in der Kantine anzubieten, regelmäßige kleine Pausen zur Bewegungsförderung zu unterstützen und ergonomische Bürostühle oder sogar Stehschreibtische anzubieten, um langem und ungesundem Sitzen entgegenzuwirken.

7. Nutzen Sie die Angebote der Krankenkassen

Eine Reihe an gesundheitsfördernde Maßnahmen werden von den Krankenkassen im Rahmen von Bonus-Programmen angeboten. Dazu gehören Rückenschulen, Ernährungs- und Suchtberatungen und Stressprävention. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherer, welche Angebote Sie in Anspruch nehmen können, um ihre Gesundheit zu unterstützen. Generell gilt, allein um schon Ausgleich während des Feierabends zu haben: gehen Sie schwimmen, machen Sie Yoga oder eine Sportart Ihrer Wahl, die die Gelenke nicht unnötig belastet.

 Foto/Thumbnail: ©AllaSerebrina/Depositphotos.com

Über den Autor

Carolin Fischer

Carolin Fischer Carolin Fischer ist Content-Managerin und Redakteurin bei onpulson.de. Sie ist spezialisiert auf die Themen "Personal" und "Karriere". Außerdem schreibt sie für verschiedene Mitarbeiterzeitschriften. Zuvor hat sie u.a. mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung in München gearbeitet.
Zum Autorenprofil

Kommentare

Kommentar schreiben:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.