4 Tipps gegen Angst im Vorstellungsgespräch
Bewerbungsprozess

4 Tipps gegen Angst im Vorstellungsgespräch

Porträtfoto von Patricia Aschwanden,Trainerin
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Vor allem das Vorstellungsgespräch macht nicht nur unsicheren Menschen schwer zu schaffen. Insbesondere Frauen werden vor dem Bewerbungsgespräch oder Auswahlverfahren von Ängsten und Zweifeln gequält, wenn es um den passenden Job geht.

Ungefähr zwei Drittel der Deutschen fürchten sich vor dem Bewerbungsprozess. Hierfür gibt es aber keinen triftigen Grund gibt. Denn Angst blockiert uns meist nur, wenn wir eine bestimmte Hürden im Alltag meistern müssen. Der Bewerbungsprozess sollte vielmehr als eine Chance gesehen werden, andere von sich und den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen.

Zwar ist für viele Bewerber und Bewerberinnen der Prozess rund um die Bewerbung enorm aufregend, aber Ängste und Panik müssen wirklich nicht sein, wenn man das Vorstellungsgespräch systematisch und gut vorbereitet angeht. Eine bestimmte Nervosität ist gesund, sollte aber keine Angst auslösen. Jedes Bewerbungsgespräch sollte zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit genutzt werden.

Tipps gegen eine Selbstsabotage durch Furcht vor dem Vorstellungsgespräch

1. Übung macht den Meister

Vorstellungsgespräche fallen den meisten Menschen viel leichter, wenn bestimmte Situationen geübt werden. Wer sich auf die Bewerbung mit den passenden Fragen vorbereitet, wird ruhiger und gelassener ins Gespräch einsteigen. Fragen wie „Was motiviert Sie, den Job zu wechseln?“ oder „Welche Stärken schreiben Sie sich zu?“ werden in vielen Bewerbungsgesprächen gestellt.

Jeder von uns kann mit Hilfe des Internets oder eines Coaches üben, auf diese Fragen die passenden Antworten zu finden. Doch auch Familienmitglieder oder Freunde können hier einspringen und helfen, sich auf das Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten. Wir kennen es alle vom Sport: Ohne Training kein Erfolg! Jede einzelne Übungseinheit hilft dabei, gut vorbereitet in das Bewerbungsgespräch zu gehen. Wer mehrere Gespräche führt, kann sich automatisch verbessern, an seinen Stärken arbeiten und die Schwächen minimieren.

2. Die richtige Kleidung ist wichtiger, als man denkt

Kleider machen Leute! Dieser Satz ist wichtiger, als viele Menschen denken. Natürlich sollte jeder Bewerber dem Job angemessen gekleidet ins Gespräch einsteigen. Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob man sich für den Manager-Posten in einer Bank oder Kanzlei bewirbt oder um eine Anstellung in einem lässigen Mode-Store sucht.

Egal, ob leger, klassisch, elegant oder sportlich: Hochwertige Kleidungsstücke mit den richtigen Accessoires und Schuhen sind Trumpfkarten, die stechen. So kann ein Mann mit einem eleganten Hemd zur lässigen Jeans und modischen Sneakern einen guten Eindruck hinterlassen, wenn er sich zum Beispiel im Marketing bewirbt. Wer sich Feedback zum Outfit einholt, kann auch davon lernen.

Der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck ist auf jeden Fall enorm wichtig – viel wichtiger, als die meisten denken, und die Kleidung spielt in diesem Punkt eine der Hauptrollen.

3. Umfassendes Wissen über das Gegenüber ist die Eintrittskarte zum Erfolg

Jeder Bewerber sollte sich im Vorfeld mit der Firma, in der er sich um eine Anstellung bemüht, intensiv auseinandersetzen. Hier bieten die Webseite bzw. der Auftritt in Social Media wichtige Informationen. Diese darf man auf keinen Fall vernachlässigen. Die wichtigsten Eckdaten und Werte des Unternehmens sollte der Bewerber unbedingt vor dem Gespräch recherchieren. So hinterlassen Bewerber einen guten Eindruck und zeigen Interesse am potentiellen Arbeitgeber und gleichzeitig Engagement. Auch die Geschichte und Tradition einer Firma muss man kennen, damit man sich schon im Bewerbungsprozess mit dem zukünftigen Arbeitgeber identifizieren kann.

Aus diesem Grunde sollte sich jeder Bewerber genügend Zeit für die Vorbereitung auf das Gespräch nehmen. Ernsthaftigkeit und Professionalität kann man übrigens signalisieren, wenn man ein Notizbuch oder einen Filofax zum Gespräch mitbringt, um gerüstet zu sein, falls man sich etwas notieren möchte.

4. Stärken überzeugen und beeindrucken den Arbeitgeber

Jede Person, die zum Vorstellungsgespräch geht, sollte sich ihrer Stärken bewusst werden. Egal, wie man auch selbst über sich denkt: Es gilt, den Arbeitgeber von sich und seiner Persönlichkeit zu überzeugen. Wer als Mutter in der Familie das Zeitmanagement im Auge hat und Termine effektiv koordiniert, zeigt Geschick in der Organisation. Dies ist in fast jedem Beruf von Vorteil. Das kann jede Frau im Bewerbungsgespräch „ganz nebenbei“ erwähnen, auch wenn sie schon lange aus dem Job ausgestiegen ist.

Auch Qualifikationen und Erfahrungen sind wichtig, wenn man eine Zusage im Job erhalten möchte. Ein Bewerber darf sich deshalb ruhig von einer selbstbewussten Seite zeigen, sollte aber darauf achten, nicht arrogant zu wirken. Wer sich selbst gut verkaufen kann, wird auch einen Kunden überzeugen. Dabei helfen Übungen vor dem Spiegel, sich im besten Licht zu präsentieren, ohne albern, künstlich oder überheblich zu wirken.

Man sollte natürlich auch auf Fragen zu den Schwächen vorbereitet sein. Hier muss man sich aber nicht absichtlich in ein schlechtes Licht stellen, sondern könnte antworten: “Ich bin manchmal ungeduldig, wenn es um Erfolg geht.”

Fazit: Bereiten Sie sich gut vor

Es lohnt sich, an sich zu arbeiten und für das Vorstellungsgespräch eine sinnvolle Vorbereitung zu treffen. Je besser Sie auf das Gespräch vorbereitet sind, desto selbstsicherer treten Sie auf und hinterlassen einen guten Eindruck. Noch ein Tipp zum Abschluss: Nicht nur Ihr potentieller Arbeitgeber prüft Sie, sondern Sie auch Ihre neue Firma.

Foto/Thumbnail: ©istockphoto.com/BartekSzewczyk

Über den Autor

Porträtfoto von Patricia Aschwanden,Trainerin

Patricia Aschwanden Patricia Aschwanden arbeitet vollzeit als Teamleiterin in einem Mikrobiologielabor, ist dipl. Persönlichkeitscoach und zertifizierte Hypnotiseurin. Sie ist Jahrgang 1979, berufstätige Mutter von drei Kindern und zweifach geschieden.  Die ersten 30 Jahre haben ihr viel abverlangt. Daher suchte sie nach funktionierenden Konzepten und Möglichkeiten, um ihre Rolle als Mutter und Partnerin in der Familie voll ausleben zu können und trotzdem beruflich erfolgreich zu sein. https://a-life.ch/
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