Finanzen

Big Bang

Definition:

Als „Big Bang“ wurde die Börsenreform am 27.10.1986 an der Londoner Börse bezeichnet. Das gesamte Börsensystem der „Londoner Stock Exchange of the United Kingdom and Ireland“ (LSE) wurde geändert. Die LSE wurde in eine GmbH umgewandelt.

Individuelle Börsenmitgliedschaften wurden abgeschafft, es wurden nur noch Firmenmitgliedschaften akzeptiert. LSE, internationale Wertpapierhändler, sowie die internationale Wertpapierüberwachungsorganisation (ISRO) fusionierten. Durch die Installation des Seaq-Systems konnten 70.000 Abschlüsse pro Stunde bewältigt werden. Das Trennsystem zwischen Broker und Jobber, sowie die Mindest-Courtage (jetzt frei verhandelbare Gebühren) wurden abgeschafft.

Der Big Bang an der Londoner Börse hatte zum Ziel, den Börsenplatz London im Vergleich zu New York und Tokio wettbewerbsfähiger zu machen. Erste Erfahrungen nach dem Big Bang zeigten, dass dieses Ziel erreicht wurde. Der Umsatz stieg sprunghaft an, London wurde drittgrößter Börsenplatz der Welt.

© Deutsches Derivate Institut

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