Unternehmensführung

Mind-Map

Definition:

Eine Mind-Map ist ein grafisches Hilfsmittel, das zur visuellen Darstellung eingesetzt werden kann und Gedanken und Ideen klar machen soll.

Beim einer Mind-Map wird das zentrale Bild oder die zentrale Idee, in die Mitte auf eine Stück Papier geschrieben. Davon gehen Linien wie Äste zu verwandten Begriffen ab. Auf der zweiten und dritten Ebene werden die Gedanken durch dünnere Verzweigungen verbunden. Mind-Maps können auch farbige Bilder enthalten.

Das Konzept wurde vom britischen Autor und Redner Tony Buzan entwickelt, die Technik des Mind-Mapping kann Ordnung und rationales Denken in den Denkprozess bringen und dabei kreative, künstlerische, logische und mathematische Bereiche des Gehirns ansprechen.

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Dazu zählen Planungsaufgaben wie die Gestaltung einer Rede oder einer Präsentation, Vorbereitung einer Moderation, Erstellung der Struktur einer Diplomarbeit, Projektplanung, Meetings und Events organisieren, Vortragsplanung und Zeitplanung.

Grundregeln für das Erstellen einer Mind-Map

Bei einer Mind-Map wird das zentrale Bild oder die zentrale Idee, in die Mitte auf z.B. einem Stück Papier oder einem Board geschrieben. Es ist wichtig, dass sich das Thema, auch gerne farblich, hervorhebt. Verwenden wir als Beispiel, die in Abbildung 1 dargestelle Mind-Map für das Thema Marketing-Maßnahmen. An das zentrale Thema hängen wir Zweige an, sogenannte Hauptäste. In unserem Beispiel könnten die Begriffe in den Hauptästen Print-Werbung, Kundenbindung und Suchmaschinenoptimierung heißen.

Davon gehen Linien oder Nebenäste zu Begriffen oder Handlungen aus, die im Zusammenhang damit stehen. Auf der zweiten und dritten Ebene werden die Gedanken durch dünnere Verzweigungen verbunden. Mind-Maps können auch farbige Bilder enthalten. So lässt sich die Planung der Marketing-Maßnahmen immer detaillierter gestalten. Vergleichbar ist eine Mind-Map mit einem Baum. In der Mitte befindet sich der Stamm, von dem aus die starken Hauptäste abgehen. Aus den Hauptästen wachsen Nebenäste und weitere Verzweigungen folgen.

Mind-Map

Abbildung 1:  Darstellung einer Mind-Map anhand des Beispiels Marketing Maßnahmen.  Bildquelle: Onpulson.de

Vor- und Nachteile einer Mind-Map

Die Methode des Mind-Mappings hat gegenüber herkömmlicher Notizen sowohl Vor- als auch Nachteile:

Vorteile

Die Methode ist einfach anzuwenden – egal, ob mit Flipchart, auf einem Blatt Papier oder am Computer. Mind-Mapping fördert die Kreativität und stellt komplexe Sachverhalte reduziert und übersichtlich dar. Die Methode spricht beide Gehirnhälften an und überzeugt durch wenige Worte anstelle langer Sätze. Man kann jederzeit neue Äste, das heißt neue Informationen, hinzufügen. Durch die Bilder und Farben werden Informationen besser gespeichert. Ein weiterer Vorteil ist das Sich-Erinnern: da die Zusammenhänge einfach dargestellt sind, kann sich jeder an sie erinnern. Auch zum Archivieren ist Mind-Map gut geeignet und leicht wieder abrufbar.

Nachteile

Die Struktur eines Mind-Map ist sehr starr. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Ästen ist nicht darstellbar, wenn sie komplexer sind. Außerdem ist es oft unübersichtlich, wenn es zu viele Informationen enthält. Ein weiterer Nachteil ist auch, dass nur diejenigen, die das Mind-Map erstellt haben, es auch vollständig verstehen und es anwenden können. Für Außenstehende ist es oft schwer begreiflich. Hinzukommt, dass man mit einem einzigen Hauptthema, von dem die Äste ausgehen, sehr eingeschränkt ist.

Erklärvideo: Was ist eine Mind-Map?

© Onpulson.de

   vorheriger Begriff
«
nächster Begriff    
»