Mitarbeiter gewinnen und motivieren – wie CEOs jetzt punkten können
In der Krise werden Helden gemacht

Mitarbeiter gewinnen und motivieren – wie CEOs jetzt punkten können

Katrin Bitterle von www.erfolgreichaberungluecklich.ch
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Die aktuelle Situation verlangt uns einiges ab - neben permanenter Unsicherheit verändert sich unsere Arbeitswelt rascher denn je und verlangt von allen CEOs schnelles und agiles Handeln. Wie können Sie als Führungskraft Ihre Mitarbeiter am besten unterstützen?

Auch die Anforderungen an Führungskräfte ändern sich damit, der Druck wird grösser und gleichzeitig bieten sich neue Chancen, sich als CEO in einem ganz neuen Licht zu zeigen. Anbei Tipps und Beispiele, wie Führungskräfte die Zeit der Corona-Krise gewinnbringend nutzen können: für sich, die Mitarbeiter und das Unternehmen.

1. Fokussieren Sie sich auf die Zukunft

Was Ihre Mitarbeiter nicht brauchen, ist eine weitere Person, die ihnen sagt, wie schlimm die aktuelle Lage ist. Was sie sich stattdessen wünschen, sind Perspektive, eine Zukunft und Motivation. Jemand, der ihnen sagt und zeigt, dass das Leben weiter geht und dass es ein Leben nach oder mit Corona gibt.

Fokussieren Sie sich als CEO auf die Zukunft: Wo wollen Sie als Unternehmen, als Team hin? Was ist ihr großes Ziel? Sie werden sehen – sobald Sie und Ihr Team wieder ein Ziel vor Augen haben, wird sich die Stimmung ändern. Statt Trübsal herrscht nun Kreativität und Innovation, denn wir Menschen lieben Ziele. Sie treiben uns an und geben uns eine Aufgabe.

2. Unterstützen Sie andere, denen es (noch) schlechter geht

Viele Menschen oder Klein-Unternehmen trifft Corona und der Lockdown (noch) härter. Einige bewegen sich am Existenzminimum, mussten ihr Geschäft für immer schließen oder wissen nicht, wie sie ihre Kinder zu Weihnachten beschenken sollen. Engagieren Sie sich gemeinsam mit Ihrem Team ehrenamtlich – sei es in der aufgrund von Kurzarbeit freigewordenen Zeit oder stellen Sie Ihre Mitarbeiter dafür zwei Stunden pro Woche frei.

Informieren Sie sich, welche Vereine oder Menschen Sie in Ihrer Umgebung oder online unterstützen können. Dies schafft nicht nur ein Wir-Gefühl im Team, die Solidarität wirkt sich auch positiv auf Ihr Unternehmen und die Außen-Wahrnehmung aus – abgesehen davon, dass Sie etwas Gutes tun und man im Leben immer alles zurückerhält.

3. Zeigen Sie Ihren Mitarbeiten, wie wichtig sie sind

Mitarbeiter sehen es als ein Zeichen von Wertschätzung, dass in der „Krise“ in Form von Workshops in sie investiert wird. Das Level an Motivation und Commitment, das dadurch erreicht wurde, ist durch kein Geld der Welt zu begleichen. Denken Sie hier als CEO langfristig, auch wenn Sie aktuell vielleicht lieber auf die Sparbremse drücken möchten – Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken.

Budgetsparend können Sie auch Personen in Ihrem Bekannten-Kreis um einen Gefallen bitten – vielleicht gibt es in Ihrem Netzwerk Trainer oder Coaches, die umsonst einen Vortrag halten, wenn sie danach ihre Kontaktdaten angeben dürfen, oder vielleicht kennen Sie einen ehemaligen Profi-Sportler, der etwas über „niemals aufgeben“ erzählen kann? Werden Sie kreativ und zeigen Sie Ihren Mitarbeitern Ihre Wertschätzung, gerade jetzt.

4. Organisieren Sie virtuelle Team-Events

Bei vielen ist die Luft beim 2. Lockdown raus. Während man sich während der 1. Welle alle noch gegenseitig unterstützt und munter per Whatsapp kommuniziert hat, sind viele aktuell einfach nur genervt und kümmern sich zu wenig um die emotionalen Belange der Mitarbeiter – ist ja schließlich schon das zweite Mal, dass wir so arbeiten!

Allerdings braucht es gerade jetzt einen starken Zusammenhalt und ein gutes Team-Gefühl. Initiieren Sie daher regelmäßig virtuelle Team-Events – wie wäre es zum Beispiel mal mit einer virtuellen Schnitzeljagd oder einem gemeinsamen virtuellen Mittagessen, wo sich jeder auf Firmenkosten eine Pizza bestellen darf? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, solange es Spaß macht und Ihr Team wieder näher zusammenbringt.

5. Ziehen Sie an einem Strang

Das mag vielleicht für einige selbstverständlich klingen, aber leider wird es noch nicht überall so praktiziert: Zeigen Sie als CEO auf, dass alle im Unternehmen an einem Strang ziehen. Erläutern Sie, welche Maßnahmen die Geschäftsleitung getroffen hat und von welchen auch Sie betroffen sind. Oftmals haben Mitarbeiter das Gefühl, dass nur sie zurückstecken müssen. Klären Sie hier entsprechend auf und erlauben Sie den Mitarbeitern gleichzeitig, ihre Ideen ebenfalls einbringen zu können. Menschen wollen helfen und unterstützen, sie wollen eine Aufgabe und sie wollen sich einbringen. Geben Sie Ihnen diese Chance.

6. Zeigen Sie sich persönlich und nahbar

Als Mitarbeiter möchte ich mit meinen Ängsten und Sorgen ernst genommen werden, gerade jetzt. Schaffen Sie daher einen sicheren Raum, indem Ihre Mitarbeiter offen kommunizieren können, was sie bewegt – ohne dafür verurteilt oder abgemahnt zu werden. Statt Bedenken zu verstecken oder gar schlecht zu reden, sollten sie offen, sachlich, ehrlich und objektiv thematisiert werden. Und oftmals verändern sich unsere Emotionen und Gedanken bereits in dem Moment, in dem Sie sie äußern, weil man sie zulässt und sie dann ziehen lassen kann.

Ermöglichen Sie als CEO Ihren Mitarbeitern diese Option, vielleicht sogar verbunden mit Ihrer eigenen Geschichte, wie sie mit Ängsten umgehen. Gerade in der aktuellen Zeit ist es noch wichtiger, dass sich Führungskräfte als Coach und vor allem als Mensch zeigen.

Foto/Thumbnail: ©Depositphotos.com

Über den Autor

Katrin Bitterle von www.erfolgreichaberungluecklich.ch

Katrin Bitterle Katrin Bitterle hat selbst erfahren, wie es ist, wenn man Probleme nicht mit Geld lösen kann. 2015 hatte sie trotz grossem beruflichem Erfolg keine Kraft mehr, weiter zu machen. Ihr Körper streikte. Heute geht es ihr besser denn je und sie arbeitet mit erfolgreichen Menschen weltweit, die sich wieder nach mehr Lebensfreude, Glück und Zufriedenheit sehnen. www.erfolgreichaberungluecklich.ch
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