Finanzen

Wertpapierpensionsgeschäft

Definition:

Ein Wertpapierpensionsgeschäft ist eine besondere Form der Offenmarktpolitik, bei der die Notenbank von den Banken Wertpapiere ankauft unter der Bedingung, dass die Banken diese Papiere gleichzeitig per Termin zurückkaufen. Solche Wertpapierpensionsgeschäfte setzte die Bundesbank erstmals im Juni 1979 ein.

Seit Mitte der achtziger Jahre erfolgte die laufende Bereitstellung von Zentralbankgeld zunehmend über dieses Instrument. Im Rahmen des Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) heißen diese Geschäfte neutrale befristete Transaktionen.

Die Bundesbank kauft jetzt die Wertpapiere nicht mehr an, d.h. sie werden ihr jetzt nicht mehr übereignet, sondern nur noch verpfändet. Die Bereitstellung von Zentralbankgeld erfolgt im ESZB hauptsächlich über das Hauptrefinanzierungsgeschäft.

© Deutsches Derivate Institut

   vorheriger Begriff
«
nächster Begriff    
»

Täglich klüger werden

Feedback an die Redaktion

Im Onpulson-Wirtschaftslexikon finden Sie über 6.400 Fachbegriffe mit Definitionen, Erklärungen und Übersetzungen. Sollte dennoch eine Definition oder Erklärung in unserem Lexikon bzw. Dictionary fehlen, freuen wir uns auf Ihre E-Mail.