Finanzen

Einlagefazilität

Definition:

Die Einlagefazilität ist ein geldpolitisches Instrument des Europäischen System der Zentralbanken (ESZB), das den Banken die kontinuierliche Möglichkeit bietet, Zentralbankguthaben bis zum nächsten Geschäftstag (Übernachtguthaben) zu einem vorgegebenen Zinssatz bei den nationalen Zentralbanken anzulegen.

Der Zinssatz für diese ständige Fazilität bildet im Allgemeinen die Untergrenze für den Tagesgeldsatz am Geldmarkt (Zinskanal) und ist somit neben den Zinssätzen für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und das Hauptrefinanzierungsgeschäft einer der Leitzinsen des ESZB. Im Rahmen der Geldmarktbesteuerung durch die Bundesbank wurde diese Funktion früher in etwa vom Diskontsatz übernommen.

© Deutsches Derivate Institut

Wörterbuch Deutsch-Englisch | Übersetzung für Einlagefazilität

DeutschEnglisch
Einlagefazilität deposit facility
   vorheriger Begriff
«
nächster Begriff    
»

Täglich klüger werden

Feedback an die Redaktion

Im Onpulson-Wirtschaftslexikon finden Sie über 6.400 Fachbegriffe mit Definitionen, Erklärungen und Übersetzungen. Sollte dennoch eine Definition oder Erklärung in unserem Lexikon bzw. Dictionary fehlen, freuen wir uns auf Ihre E-Mail.