Unternehmensführung

Japanisches Management

Definition:

Japanisches Management ist ein Führungsstil, der den Mitarbeitern und den Produktionstechniken eine hohe Bedeutung beimisst. Das japanische Wirtschaftswunder, das in den sechziger Jahren begann, wird auf diesen Stil zurückgeführt. Japanische Managementpraktiken wurden vom Rest der Welt eingehend studiert, in der Hoffnung, dass der Erfolg, den sie Japan beschert haben, anderswo wiederholt werden könnte.
Zu diesen Praktiken gehören besonders in unsicheren Zeiten Teamarbeit, Wertschätzung der Humanressourcen, flache Hierarchien und Konsenssicherung als Mittel zur einfacheren Umsetzung von Plänen.

Richard Pascale und Anthony Athos haben die Ansicht vertreten, dass der japanische Wettbewerbsvorteil in den Fertigkeiten, den Mitarbeitern und den übergeordneten Zielen begründet liegt. Die weicheren Merkmale wurden in McKinseys 7-S-Modell beschrieben.

Andere wichtige Charakteristika sind ein personenbezogenes Management, Loyalität gegenüber den Arbeitnehmern, Just-in-time, Kaizen, kontinuierliche Verbesserung, Qualitätskontrolle, Total-Quality-Management und die Ideen von W. Edwards Deming.

William Ouchi entwickelte die Theorie J und die Theorie Z, die den Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem japanischen Führungsstil herausstellten.

Mit dem Abschwung der japanischen Wirtschaft in den neunziger Jahren wurden die Managementpraktiken neu bewertet, und man richtet den Fokus seither eher auf radikale Veränderungen anstelle stetiger Verbesserungen. Das Angebot wurde gestrafft, wesentliche Orientierung bieten der Gedanke der Prozessoptimierung im Sinne größerer Einfachheit und eine konsensorientierte Entscheidungsfindung, die auf High-Tech-Informationssystemen (z.B. SAP) basiert.

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Wörterbuch Deutsch-Englisch | Übersetzung für Japanisches Management

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Japanisches Management

Japanese management

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