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Konfuzius

Definition: Wer war Konfuzius?

Konfuzius, lateinisiert aus Kong Fuzi war ein chinesischer Philosoph, der vermutlich zwischen 551 v. Chr. und 479 v. Chr. lebte. Er wurde in der Stadt Qufu im chinesischen Staat Lu (der heutigen Provinz Shandong) unter dem Namen Kong Qiu geboren und starb dort auch.

Konfuzius‘ Vision von Bildung und Freiheit

Nach Konfuzius war Bildung das Allerwichtigste. Er meinte, dass die Menschen aufgrund unterschiedlicher Erziehung voneinander verschieden sind. Deshalb forderte er, dass jedem die Möglichkeit geboten werden sollte, zu lernen, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Er war der Ansicht, dass derjenige, der gebildet ist, an die Spitze des Staates gelangen sollte, nicht jemand, der aus einer bedeutenden Familie stammt. Allerdings erkannte er auch die Notwendigkeit von Ordnung und lehnte eine Revolution ab. Er glaubte, dass nur so Freiheit gewährleistet werden kann.

Vom Leben zum Tod: Die Lehren des Konfuzianismus

Der Konfuzianismus basiert weniger auf Gottheiten oder dem Leben nach dem Tod, als vielmehr auf zwischenmenschlichen Beziehungen. Er vertrat die Idee, dass wenn jeder Einzelne selbst ein geregeltes Leben führt, auch die Familie und der Staat in Ordnung sind. Dadurch ist es möglich, dass auch in der Welt Frieden und Freiheit herrschen. Konfuzius äußerte sich nicht über das Leben nach dem Tod, sondern betonte, dass man erst das Leben verstehen muss, um den Tod begreifen zu können. Trotzdem ist die Verehrung der Ahnen noch heute ein wichtiger Bestandteil des Konfuzianismus.

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