Finanzen

Tracking Stocks

Definition:

Der Begriff Tracking Stocks kommt aus dem Englischen und bedeutet übertragen „Geschäftsbereich-Aktien“. Diese Aktien gibt es in den USA seit 1984 und fast ausschließlich dort. Im Unterschied zum Spin Off bleibt der Geschäftsbereich rechtlich Teil des Unternehmens. Der Inhaber von Tracking Stocks hat kein Stimmrecht und kein Eigentumsrecht gegenüber diesem Geschäftsbereich. Mit einer Investition in Tracking Stocks erwirbt er lediglich das Recht auf Gewinnbeteiligung an einer bestimmten Sparte des Unternehmens.

Die Idee, die hinter der Ausgabe von Tracking Stocks steckt, lässt sich so zusammenfassen: Das Unternehmen kann sich an der Börse frisches Kapital besorgen, steigert den Shareholder Value des gesamten Unternehmens, behält aber dennoch die vollständige Kontrolle über den Geschäftsbereich und kann ihn so vor feindlichen Übernahmen schützen.

Ein Beispiel für Tracking Stocks ist AT&Ts Unternehmensbereich Liberty Media.

© Deutsches Derivate Institut

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