Finanzen

Billing

Definition:

Der Begriff Billing stammt vom englischen Wort bill (deutsch: Rechnung) und wird am treffensten mit Gebührenzählung oder Rechnungserstellung übersetzt. Ein Billing (-System) stellt ein umfassendes Abrechnungs-Management dar.

Insbesondere bei Großunternehmen fallen sehr viele unterschiedliche Rechnungsvorgänge an, die in der Regel mit verschiedenen Spezialabrechnungssystemen bearbeitet werden. Durch Billing ist eine Zusammenfassung dieser Abrechnungssysteme möglich. Die unterschiedlichen Rechnungsvorgänge werden dabei zunächst nach individuellen Tarifmodellen bepreist (Rating) und anschließend nach kundenindividuellen Kriterien mit nutzungsunabhängigen Entgelten verrechnet. Zum Schluss werden alle Abrechnungsvorgänge zu einer Rechnung mit Einzelposten zusammengefasst. Im Vordergrund stehen dabei Aspekte wie Flexibilität der Tarifgestaltung, Durchsatzleistung der Systeme und Flexibilität in der Gestaltung der Rechnung.

Zudem muss das Billing-System mit anderen Datensystemen (z. B. Kundenstammdaten oder Finanzbuchhaltungssysteme) kompatibel sein. Werden nur Teilbereiche durch das Billing abgedeckt, so spricht man von Pre-Billing. Beim Pre-Billing werden alle zur Erstellung von Rechnungen nötigen Arbeitsvorgänge durchlaufen und auch Rechnungszeilen erstellt. Diese werden im Gegensatz zu einem vollständig ausgebauten System, jedoch nicht als Rechnung im rechtlichen Sinn ausgegeben, sondern an ein nachgelagertes, konsilidierendes System weitergeleitet. In diesem erfolgt dann die endgültige Rechnungserstellung.

© Deutsches Derivate Institut

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