Finanzen

Capital-Asset-Pricing-Model

Definition:

Das Capital-Asset-Pricing-Model (kurz: CAPM) ist ein Modell zur Bestimmung des Gewinns, den ein Vermögenswert einbringen wird. Es wurde ursprünglich für Investoren am Aktienmarkt entwickelt. Das CAPM gibt eine Erklärung für die Preisbildung auf Kapitalmärkten im Gleichgewichtszustand. Der Kern dieses Modells besagt, dass die erwartete Rendite für das Halten einer Aktie in Beziehung zum Risiko dieser Aktie steht. Dabei sollte die erwartete Rendite höher sein, sobald das Risiko einer Aktie höher ist.

Das Capital-Asset-Pricing-Model lässt sich auch zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten von Unternehmen übertragen. Die Eigenkapitalgeber investieren Kapital und erwarten dafür eine bestimmte Verzinsung. Wäre die Investition mit keinem Risiko verbunden, würde als Rendite der risikofreie Zins z.B. in der Höhe einer Staatsanleihe verlangt werden. Da eine Investition jedoch normalerweise mit einem Risiko verbunden ist, verlangen die Eigenkapitalgeber eine zusätzliche Risikoprämie, die der Höhe des Risikos entspricht. Diese zusätzliche Prämie für das Risiko wird durch die Multiplikation der Differenz zwischen der allgemeinen Marktrendite und dem risikolosen Zins mit dem Beta-Faktor ermittelt. Die Marktrendite lässt sich in der Regel aus einem repräsentativen Marktindex ableiten.

Annahmen des Capital-Asset-Pricing-Model

Für die Realisierung des Modells wird von folgenden Annahmen ausgegangen:

  1. Der Planungshorizont beträgt eine Periode.
  2. Der Informationsstand der Anleger ist identisch.
  3. Alle am Markt teilnehmenden Investoren sind risikoavers.
  4. Alle Wertpapiere sind auf dem Kapitalmarkt handelbar.
  5. Es sind keine Handelsbeschränkungen und Transaktionskosten vorhanden.
  6. Die Gesamtheit der Informationen stehen kostenlos zur Verfügung.
  7. Es sind so viele Marktteilnehmer vorhanden, dass ein einzelner Anleger den Kurs eines Wertpapiers nicht beeinflussen kann.
  8. Es gibt keine Steuern.

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