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Work-Life-Balance

Definition:

Work-Life-Balance ist die englische Bezeichnung für die Ausgewogenheit von Arbeits- und Privatleben. Es handelt sich hierbei um das Gleichgewicht zwischen dem zeitlichen Aufwand und der Anstrengung, die jemand der Arbeit widmet und der Zuteilung dieser beiden Faktoren zu anderen Lebensbereichen.

Work-Life-Balance unterliegt einer ausgedehnten öffentlichen Diskussion darüber, wie man Arbeitnehmern mehr Kontrolle über die Organisation ihres Arbeitslebens einräumt, damit eine bessere Abstimmung mit den anderen Bereichen ihres Lebens möglich ist und sie gleichzeitig immer noch einen Nutzen für ihr Unternehmen darstellen. Das Programm besteht hauptsächlich aus Methoden der flexiblen Arbeit und familienfreundlicher Firmenpolitik, obwohl die erfolgreiche Praxis zeigt, dass Flexibilität für alle zugänglich sein sollte, einschließlich denen, die keine Verantwortung tragen.

Die Debatte über die Ausgewogenheit von Arbeits- und Privatleben entstand durch soziale und wirtschaftliche Veränderungen. Zu den Veränderungen zählten z. B. eine steigende Anzahl von berufstätigen Frauen, die Erwartungen der jüngeren Generation X, die zunehmende Ablehnung einer Kultur der langen Arbeitszeiten, das Anwachsen der 24/7-Gesellschaft sowie technische Fortschritte. Sie wurde unterstützt von der Regierung und durch Organisationen, die sie als Hilfsmittel bei der Personalbeschaffung und dem Halten von Arbeitnehmern ansehen.

Grundlagen für die Idee der Work-Life-Balance

Grundlage für die Idee der Work-Life-Balance sind vor allem psychologische Erkenntnisse, die wiederum auf dem hohen Stress-Level moderner Menschen in der Arbeitswelt beruhen. Viele Menschen machen nur allzu gerne Zugeständnisse zugunsten des Berufs, um die Karriere voranzubringen, einen höheren sozialen Status in der Firma zu erlangen und das Einkommen zu verbessern. Dabei bleibt das Privatleben auf der Strecke, die Work-Life-Balance leidet, ebenso wie gegebenenfalls die Partnerschaft oder andere soziale Kontakte, Hobbies kommen zu kurz, ebenso wie auch die eigene psychische Ausgeglichenheit.

Nicht selten leiden Menschen, deren Work-Life-Balance nicht ausgeglichen ist unter hohem Stress und psychischen Erkrankungen. Eine mögliche Folge kann das prominente und in diesem Zusammenhang oft diagnostizierte Burnout-Syndrom sein. Es gilt als eine der häufigsten Folgen einer ungleichen Work-Life-Balance. Auch Tinnitus oder Magenerkrankungen können handfeste physische Folgen vom Stress durch eine nicht eingehaltene Work-Life-Balance sein.

Hier ist der Job nicht grundsätzlich zu verteulfen, denn natürlich können Stresssituationen auch im Privatleben auftreten.

Häufig bringt der Job jedoch viele potenzielle Ursachen für einen erhöhten Stresspegel mit sich, weswegen Work-Life-Balance auch meistens mit einen zu hohen Arbeitspensum in Verbindung gebracht wird. Kann man den Stresssituationen nicht (oft genug) entkommen, können sich Folgen einstellen. Dabei resultieren derartige Faktoren nicht selten auch aus mangelnder Zeit-Effektivität, wobei Zeit für das ausgleichende Privatleben auf der Strecke bleibt. Struktur und Organisation im Arbeitsalltag können die oftmals unnötig langen Arbeitstage auf ein effektiveres und somit auch gesünderes Zeitfenster beschränken.

Oft ist es jedoch schwer, innerhalb eines beeinflussenden Arbeitsumfeld die eigene Ordnung zu finden. Jedoch ist die Erkenntnis wichtig, dass es nicht immer persönliche Gründe sind, die die Work-Life-Balance belasten, und jeder kann sich wenigstens mit einem individuellen Struktur- und Zeitplan Inseln für die eigenen Interessen schaffen.

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Wörterbuch Deutsch-Englisch | Übersetzung für Work-Life-Balance

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