Alternative zum Newsletter

Hilfreiche Tipps: Wie Sie Post Mailings erfolgreich gestalten

Kundenakquise per Post ist wieder im Trend. Foto: ©EchtPost

Post Mailings sind wieder im Kommen – doch wie unterscheiden sie sich zu Newslettern? Newsletter gehören zum absoluten Brot und Butter Geschäft eines jeden Marketiers. Mindestens einmal im Monat, häufig auch wöchentlich oder gar täglich versenden Unternehmen digitale Nachrichten an ihre Kunden und solche, die es hoffentlich bald werden. Ein Blick in die Statistiken führt allerdings im Nachgang häufig zu Ernüchterung – vermutlich auch bei Ihnen: 10 % Öffnungsrate sind keine Seltenheit, und die Anzahl derer, die tatsächlich auf einen Link im Newsletter geklickt haben, kann man je nach Verteilergröße häufig an einer Hand abzählen.

Dies ist wenig verwunderlich, konkurrieren Sie um die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe in deren E-Mail-Postfächern doch mit sehr vielen anderen Unternehmen. Überquellende Postfächer und zahlreiche ungelesene E-Mails sind bei vielen von uns absolute Normalität geworden – sowohl privat als auch im Berufsalltag.

Schaut man hingegen, was im Briefkasten los ist, sieht die Lage anders aus – oder wann haben Sie zuletzt 50 oder 100 Briefe an einem Tag in Ihrem Briefkasten gefunden? Dass es im Briefkasten (wieder) sehr viel einfacher ist, die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe zu gewinnen, erkennen aktuell immer mehr große Unternehmen und schreiben Ihre Kunden per Post an. Welche Vor- und Nachteile Post Mailings im Vergleich zum klassischen Newsletter haben und wie auch Selbstständige und kleine Unternehmen sie für ihr Marketing einsetzen können, möchten wir im Folgenden aufzeigen.

Post Mailings versus Newsletter: Das sind die Vor- und Nachteile

1. Aufmerksamkeit

Wie bereits angesprochen, liegt das postalische Mailing beim Thema Aufmerksamkeit ganz klar vorn! Und das liegt nicht nur daran, dass der Briefkasten sehr viel leerer ist, als das E-Mail-Postfach, sondern auch daran, dass die Aufmerksamkeit für etwas, das man in der Hand hält, automatisch sehr viel größer ist, als für eine digitale Nachricht auf dem Bildschirm.

2. Kosten

Der Versand von Newslettern ist im Vergleich zu postalischen Mailings unschlagbar günstig – hier fallen schließlich weder Druckkosten noch Porto an. Bei der Rechnung sollte man allerdings berücksichtigen, wie unterschiedlich gut die eigene Zielgruppe über die beiden Kanäle erreicht werden kann. Dadurch wird das Kosten-Argument zumindest weniger prominent.

3. Rechtssicherheit

Die Frage, wen man als Unternehmen per Newsletter anschreiben darf, ist alles andere als neu, aber die DSGVO sorgt diesbezüglich aktuell für viel Unsicherheit. Während digitale Nachrichten in aller Regel nur nach ausdrücklicher vorheriger Erlaubnis der Empfänger verschickt werden dürfen, sind die Restriktionen beim Versand von Post Mailings sehr viel weniger streng.

4. Messbarkeit

Wer Ihren Newsletter öffnet und wer auf welchen Link klickt, das wird Ihnen in den Statistiken diverser Newsletter-Anbieter im Detail angezeigt. Im Briefkasten hingegen zählt niemand mit, ob Ihre Post gelesen wird – als Analyse-Freund kommen Sie hier daher nicht auf Ihre Kosten. Dafür erhalten Sie im Nachgang aber den ein oder anderen Dankes-Anruf von den Empfängern – was Ihnen beim Versand von Newslettern noch nicht passiert sein dürfte.

5. Abwicklung

Diverse Newsletter-Anbieter machen den Versand von digitalen Nachrichten zu einem kinderleichten Unterfangen: Empfänger können einfach ausgewählt werden, die personalisierte Anrede wird automatisch hinzugefügt. Vergleichbare Anbieter kommen aktuell auch für den Versand von Post Mailings auf den Markt, dank derer auch bei postalischen Mailings alles online abgewickelt werden kann und niemand selbst Briefmarken aufkleben muss.

6. Segmentierung

Sowohl bei Post Mailings als auch bei Newslettern ist es absolut empfehlenswert und prinzipiell sehr gut möglich, spezifische Kunden mit spezifischen Inhalten anzuschreiben. Leider machen dies viel zu wenige Unternehmen und schicken lieber alles an alle – um niemanden zu vergessen. Die höheren Kosten bei Post Mailings unterstützen insbesondere kleine Unternehmen und Selbstständige dabei, sich genau zu überlegen, wen man anschreibt und führen somit zu einer sinnvollen Segmentierung.

7. Image

Jeder, der einen Newsletter erhält, ist sich darüber bewusst, dass die gleiche E-Mail auch an viele weitere Empfänger verschickt wurde. Das ist bei gut gemachten Post Mailings anders: Echte Post im Briefkasten vermittelt Wertschätzung und bereitet dem Empfänger eine Freude – und bringt Ihnen als Unternehmen damit Sympathiepunkte ein.

Fazit

Die Gegenüberstellung von Newsletter und Post Mailing zeigt: Beide Formen der Kundenansprache haben Ihre absolute Berechtigung. Entscheiden Sie daher von Fall zu Fall, welcher Kanal der Richtige ist, abhängig davon, wen Sie ansprechen und welche Ziele Sie erreichen möchten.

Wie muss ich ein Post Mailing gestalten, damit es erfolgreich ist?

Die genannten Vorteile von Post Mailings im Vergleich zum Newsletter kommen nur dann zum Tragen, wenn das Post Mailing wie echte persönliche Post und nicht wie Werbepost daherkommt. Wer einen billigen Flyer per Post verschickt, der kann davon ausgehen, dass dieser in den meisten Fällen ungelesen im Papierkorb landet. Stattdessen sollten Sie beim Empfänger die Reaktion hervorrufen “Wer hat mir denn da geschrieben?” – denn dann ist Ihnen die Aufmerksamkeit sicher. Mit den folgenden Tipps werden Ihre Post Mailings zum Erfolg:

1. Personalisierung

Schicken Sie Ihr Post Mailing immer an ganz konkrete Personen und nicht allgemein an ein Unternehmen. Den Namen des Empfängers sollten Sie zudem nicht nur für die Adresse verwenden, sondern immer auch für eine personalisierte Anrede.

2. Briefmarke

Echte Post benötigt auch eine echte Briefmarke. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Post Mailing auf den ersten Blick als Werbung abgestempelt wird, dann verzichten Sie auf den Dialogpoststempel und investieren lieber in echte Briefmarken. Lieber weniger Kunden anschreiben und die dafür richtig, lautet die Devise.

3. Unkonventionelles Format

Wer auffallen will, muss anders sein – das gilt auch im Briefkasten. Nutzen Sie für Ihr Post Mailing doch mal eine Postkarte mit lustigem Motiv oder einen handgeschriebenen Brief im farbigen Umschlag statt der immer gleichen DIN lang Sichtschutzfenster-Umschläge.

Auf das Wesentliche konzentrieren

Was auch immer Sie zu sagen haben: Fassen Sie sich kurz! Ein kurzer Text lädt dazu ein, gelesen zu werden, ein langer hingegen schreckt viele ab. Kurze Texte zu schreiben ist häufig sehr viel schwieriger als lange, aber es zahlt sich aus, wenn Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Wann ist der Versand eines Post Mailings sinnvoll?

Es gibt tausend geeignete Anlässe, um Kunden per Post anzuschreiben. Welche dies für Ihr Unternehmen sein könnten, hängt von Ihrer Tätigkeit und Ihrer Zielgruppe ab. Damit Sie eigene Ideen entwickeln können, finden Sie im Folgenden ganz konkrete Beispiele zur Inspiration:

1. Messe-Nachbereitung

Wenn Sie hin und wieder auf Messen ausstellen oder Netzwerkveranstaltungen besuchen, dann kennen Sie wahrscheinlich dieses Szenario: Während Sie bei der Veranstaltung noch voller Enthusiasmus interessante Gespräche führen und jede Menge Business-Opportunities erkennen, holt Sie am Folgetag im Büro der Alltag wieder ein und der Stapel Visitenkarten in der Tasche gerät ganz schnell in Vergessenheit. Verschicken Sie im Nachgang der nächsten Veranstaltung doch einfach Postkarten an Ihre neu geknüpften Kontakte. Dadurch bleiben Sie garantiert in Erinnerung, setzen sich von den üblichen Follow Up Mails ab und verschaffen sich eine kleine Verschnaufpause. Wenn der größte Stress vorbei ist, können Sie dann ganz in Ruhe die neuen Kontakte ausbauen.

2. Entschuldigung sagen

Auch wenn Sie immer alles richtig machen wollen und Ihre Kunden Ihnen am Herzen liegen – manchmal geht einfach etwas schief. Das kann eine verpasste Deadline sein oder eine ungenügende Produktqualität. In solchen Fällen heißt es Größe zeigen und Entschuldigung sagen, denn das ist alles andere als üblich und dementsprechend werden Ihre Kunden Ihnen dies hoch anrechnen. Auf postalischem Weg kommt ein Entschuldigungsschreiben besonders gut an, weil es Wertschätzung vermittelt.

Sich anstelle mit Weihnachtspost durch Neujahresgrüße per Post melden. Foto: ©EchtPost

3. Neujahrskarten für die Akquise nutzen

Nachdem der Briefkasten in der Vorweihnachtszeit voll ist wie nie, herrscht pünktlich zum Jahresstart hingegen wieder gähnende Leere. Diesen Fakt sollten Sie sich zunutze machen und Neujahrskarten statt Weihnachtskarten verschicken. Zum einen fallen Sie mit Ihrer Neujahrskarte im leeren Briefkasten garantiert mehr auf. Zum anderen bieten sich Neujahrskarten dazu an, diese auch für Akquise-Zwecke zu nutzen. Nehmen Sie gemeinsame Ziele ins Visier und zeigen auf, wie Sie Ihre Kunden im neuen Jahr zum Erfolg führen wollen.

4. Laden Sie ein!

Jeder wird gern eingeladen, aber das bedeutet nicht, dass Sie eine große Firmenfeier veranstalten müssen, um (potenzielle) Kunden einzuladen. Laden Sie doch stattdessen dazu ein, Sie kennenzulernen, beispielsweise im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung oder durch die Teilnahme an einem Online-Seminar. Und falls es doch die große Veranstaltung sein soll, dann sichern Sie sich rechtzeitig einen Platz im Kalender der geladenen Gäste und verschicken Save the Date Karten per Post.

5. Ohne Anlass ist der beste Anlass

Wenn eine Freundin Ihnen eine Geburtstagskarte schickt, dann freuen Sie sich vermutlich darüber. Wenn Ihnen die gleiche Freundin eine Karte schickt, ohne dass es einen Anlass dafür gibt, dann freuen Sie sich garantiert noch mehr. Gleiches gilt für den Versand von Post Mailings: Sie brauchen gar keinen Anlass, um Ihre Kunden anzuschreiben. Wünschen Sie Ihnen mit einer hübschen Karte doch einfach mal einen schönen Tag. Das kommt garantiert gut an – und ist Kundenbindung at its best!

 


Über den Autor Anne Buch

Anne Buch gehört zum Gründerteam von EchtPost,einer digitalen Plattform, über die Unternehmen Postkarten-Mailings und Postkarten in Einzelauflage online schreiben und als echte Postkarte verschicken können. EchtPost richtet sich an KMU und Selbstständige.

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